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Probleme mit dem Zuckerwert: Zverev gibt Wimbledon-Entwarnung
Als drei Stunden Marter in Bullenhitze ein Ende hatten, konnte Alexander Zverev zumindest noch optimistisch auf Wimbledon blicken. Die Falsch-Anzeige seines Insulinsensors, sagte der Diabetiker, habe ihm zwar das Halbfinale des Tennisturniers von Halle/Westfalen zur Hölle gemacht, bleibe aber wohl ohne Auswirkungen auf den Rasen-Grand-Slam (ab 29. Juni): "Ich denke nicht, dass es wegen der Sache Probleme geben wird."
Beim 7:6 (7:4), 4:6, 5:7 gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz hatte es den French-Open-Champion am Samstag gleich doppelt erwischt. Zunächst machte der Rücken zu, dann hatte Zverev auch noch Schwierigkeiten mit seinem Sensor für die Insulin-Zufuhr. "Ich hatte extreme Probleme mit meinem Zucker, weil der Sensor einen falschen Wert angezeigt hat", berichtete er. "Ich habe viel zu viel Insulin gespritzt. Ich habe mich scheußlich gefühlt."
Kurz vor dem Match habe er schon gewusst, dass es "ein schwieriger Tag" werden würde. "Das Gerät zeigte extrem hohen Zucker an, aber ich habe mich eher gefühlt, als hätte ich niedrigen Zucker." Er habe per Piekser selbst nachgemessen, "und er war tatsächlich sehr niedrig".
Zverev nahm also in den ersten 45 Minuten des Duells "knapp 350 Gramm Zucker über Glukose-Gels" zu sich, er hatte keine Wahl: "Sonst wäre ich die ganze Zeit unterzuckert gewesen." Im ersten Satz ging er zudem in Behandlungspause, er ließ sich den Rücken einrenken. Am Ende stand die siebte Niederlage gegen Fritz in Serie. Der Amerikaner spielt am Nachmittag im Finale gegen seinen Landsmann Frances Tiafoe.
N.Mitchell--AT