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Shutdown: USA verschieben Arbeitsmarktzahlen
Wegen der Haushaltssperre in den USA hat die Regierung von Präsident Donald Trump die für Freitag angesetzte Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen abgesagt. Das Amt für Arbeitsmarktstatistik (BLS) legte keine Daten für September vor. Sollte der sogenannte Shutdown länger anhalten, könnten laut US-Medien auch andere Schlüsselindikatoren betroffen sein. Am dritten Tag der Haushaltssperre zeichnete sich kein rasches Ende ab.
Die Zentralbank von Chicago hatte vorhergesagt, die US-Arbeitslosenquote werde auch im September bei 4,3 Prozent verharren. Bereits im August war die Rate um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent gestiegen, das war der höchste Stand seit 2021. Aus Ärger über einen Anstieg im Juli hatte Präsident Donald Trump die Chefstatistikerin Erika McEntarfer entlassen und den Gefolgsmann E.J. Antoni als Nachfolger nominiert.
Vor wenigen Tagen zog die Regierung die Kandidatur Antonis dann aber zurück - offenbar wegen Bedenken im Senat, der der Personalie zustimmen muss. Der Rechtsaußen-Ökonom gilt als nicht qualifiziert für den Posten. Zudem ist Antoni mit Medienvorwürfen konfrontiert, er habe sexistische Einstellungen in Onlinediensten und gegenüber Mitarbeitern geäußert.
Manche Finanzexperten warnen, dass sich fehlende US-Wirtschaftsdaten negativ auswirken könnten. "Die Märkte hassen Unsicherheit mehr als schlechte Nachrichten", erklärte etwa Stephen Innes von SPI Asset Management.
An der Wall Street ist dies bisher nicht zu spüren. Dort herrschte nach mehreren Rekordständen bei den wichtigen Börsenindizes auch am Freitag gute Stimmung. Analysten erklären dies mit positiven Unternehmensprognosen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).
Hintergrund der Haushaltssperre ist, dass Trumps Republikaner für einen neuen Übergangshaushalt bis November die Zustimmung der oppositionellen Demokraten im Senat brauchen. Die Frist dafür lief Mittwoch aus, seitdem befinden sich die USA im sogenannten Shutdown. Im Senat wurde mit dem Scheitern einer weiteren Haushaltsabstimmung am Freitag gerechnet. Rund 750.000 Behördenmitarbeiter sind nach Schätzungen im Zwangsurlaub.
N.Walker--AT