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NADA leitet Verfahren gegen Geher Schwazer ein
Der italienische Geher Alex Schwazer sorgt erneut für Schlagzeilen in Bezug auf ein mögliches Dopingvergehen. Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat gegen Schwazer ein Ergebnismanagementverfahren auf der formalen Grundlage des Welt-Anti-Doping-Codes und der Anti-Doping-Bestimmungen des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) "wegen eines möglichen Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen" eingeleitet.
Die NADA legte laut einer Pressemitteilung vom Montagmittag zudem die vorläufige Suspendierung des 41 Jahre alten Südtirolers fest, der 2008 in Peking über 50 km Olympiagold gewonnen hatte. Weiterhin stellte die NADA eine Anzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft auf Basis des Anti-Doping-Gesetzes.
Bei dem Athleten, der bereits 2012 und 2016 positiv auf verbotene Substanzen getestet und in der Folge jeweils gesperrt worden war, wurde Ende April bei der Deutschen Meisterschaft im Straßengehen in Kelsterbach/Hessen sowohl in der Urinprobe als auch in der Blutprobe die Substanz Erythropoetin, kurz Epo, nachgewiesen. Schwazer hatte über die 42,195 km in 3:01:55 Stunden den italienischen Rekord verbessert.
Der in Sterzing/Südtirol geborene Schwazer war kurz vor den Olympischen Spielen 2016 wegen eines positiven Tests auf anabole Steroide für acht Jahre gesperrt worden, behauptet aber, Opfer einer Dopingmanipulation geworden zu sein.
Ein italienischer Richter sprach Schwazer in der Folge von den strafrechtlichen Ermittlungen frei, da er die Möglichkeit einer Manipulation der Proben aus dem Jahr 2016 in Betracht zog. Im April 2022 kamen zwei von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und dem Leichtathletik-Weltverband in Auftrag gegebene Gutachten zu dem Schluss, dass die Probe, die zu Schwazers positivem Test geführt hatte, "keinerlei Manipulation unterworfen" war.
Schwazer war bereits vor den Olympischen Spielen 2012 in London wegen eines positiven Tests auf das Blutdopingmittel Epo für dreieinhalb Jahre gesperrt worden.
Ch.Campbell--AT