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Onlinehandel in Deutschland: Rewe, Shop Apotheke und Shein stark gewachsen
Im Onlinehandel in Deutschland gewinnen Anbieter des täglichen Bedarfs an Bedeutung: Laut einer Analyse des Handelsforschungsinstituts EHI und der Datenplattform ECDB stieg Rewe 2024 mit einem Umsatz von 920 Millionen Euro auf Platz neun der umsatzstärksten Onlineshops auf, Shop Apotheke landete auf Platz acht mit einem Umsatz von 1,05 Milliarden Euro. An der Spitze behauptet sich mit Abstand Amazon mit einem Umsatz von 15 Milliarden Euro - darauf folgen Otto, Zalando und Mediamarkt.
"Neben den etablierten Playern gewinnen zunehmend auch Anbieter des täglichen Bedarfs an Bedeutung", erklärte EHI-Experte Lars Hofacker am Dienstag. Das liege vor allem an veränderten Einkaufsgewohnheiten: Lebensmittel würden häufiger online bestellt – zur Lieferung oder Abholung – und das E-Rezept treibe die digitale Bestellung in Apotheken voran.
Eine weitere Entwicklung ist der Erfolg "neuer internationaler Anbieter" wie der in China gegründeten Billig-Plattformen Temu und Shein. Temu erzielte laut EHI-Analyse ein Wachstum von 285 Prozent - verdreifachte den Umsatz in Deutschland also fast auf 3,4 Milliarden Euro. Das EHI ordnet Temu den Marktplätzen zu, also Plattformen, auf denen verschiedene Händler ihre Waren anbieten. Temu habe den stärksten Sprung verzeichnet und liege hier hinter Amazon, Ebay, Otto und Zalando auf Platz fünf.
Bei den Onlineshops, in denen Unternehmen direkt an Kundinnen und Kunden verkaufen, landete Shein im EHI-Ranking auf Platz sieben mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro - hinter Apple und Ikea und vor Shop Apotheke, Rewe und Aboutyou.
Insgesamt wuchs der Umsatz im Onlinehandel im vergangenen Jahr preisbereinigt um 3,0 Prozent auf 80,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr rechnet das EHI mit einem weiteren Wachstum um 5,3 Prozent.
Das Umsatzwachstum wird dabei stark von den zehn umsatzstärksten Shops getrieben. Diese verzeichneten ein Wachstum von acht Prozent, die übrigen 990 Shops hingegen nur um 1,3 Prozent. "Der Markt bleibt somit stark konzentriert", erklärte ECDB-Chef Friedrich Schwandt. "Große Anbieter wachsen schneller und sichern sich einen immer größeren Anteil am Gesamtmarkt."
P.Hernandez--AT