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E-Autoabsatz deutscher Hersteller steigt besonders stark
Die Neuzulassungen von E-Autos haben im ersten Halbjahr stark zugelegt und deutsche Hersteller haben von diesem Aufschwung besonders stark profitiert. Ihr Marktanteil stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 56 auf 64 Prozent, wie die Beratungsfirma EY am Mittwoch mitteilte. Mengenmäßig steigerten die Hersteller ihren Absatz an E-Autos um 56 Prozent, besonders gut schnitt Volkswagen ab.
Der Wolfsburger Konzern konnte seine Verkäufe an E-Autos über seine verschiedenen Marken hinweg im ersten Halbjahr nahezu verdoppeln und seinen Marktanteil von 31,7 auf 46,4 Prozent steigern, wie EY ausführte. Damit ist fast jedes zweite im ersten Halbjahr in Deutschland neu zugelassene Elektroauto von Volkswagen und die sechs bestverkauften E-Auto-Modelle stammten im ersten Halbjahr von einer Volkswagen-Marke.
Auf Platz zwei liegt BMW mit einem moderaten Anstieg seines Marktanteils von 11,1 auf 11,3 Prozent, gefolgt von Hyundai, dessen Marktanteil von 7,8 auf 8,0 Prozent stieg.
Mit Blick auf die verschiedenen Marken konnte Volkswagen auf Platz eins mit einem Anstieg der Verkäufe um satte 80 Prozent seinen Vorsprung ausbauen. Auf Platz zwei liegt BMW mit einem Plus von 23 Prozent. Die Marke des Münchener Herstellers verdrängte Tesla von Platz zwei. Der US-Hersteller rutschte auf den achten Platz. Auf Platz drei liegt nun die VW-Marke Skoda, die ein sattes Plus von 132 Prozent verzeichnete.
EY will dennoch nicht von einem E-Auto-Boom sprechen. "Derzeit läuft es auf den ersten Blick gut im Elektro-Segment", erklärte der EY-Experte Constantin Gall. Aber zum einen würden derzeit vor allem elektrische Dienstwagen verkauft, während Privatkunden weiterhin oft Verbrenner bevorzugen. Und zum anderen seien die Verkaufszahlen im Vergleichszeitraum wegen des Aus der E-Auto-Förderung Ende 2023 sehr niedrig.
"Im Vergleich zu 2023, als noch die Umweltprämie den Markt ankurbelte, sind die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland gerade einmal um acht Prozent gestiegen", betonte Gall. "Im Gesamtjahr 2025 werden sie vermutlich sogar unter dem Niveau von 2023 liegen."
T.Perez--AT