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Chinas Immobilienkrise: Country Garden bestreitet Flucht seiner Chefs ins Ausland
Der von der Zahlungsunfähigkeit bedrohte chinesische Immobilienkonzern Country Garden hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach sein Gründer sowie dessen Tochter und heutige Konzernvorstandsvorsitzende China verlassen haben sollen. Yang Guoqiang und Yang Huiyan "arbeiten derzeit wie üblich innerhalb des Landes", erklärte Country Garden am Donnerstag. Das "Gerücht" ihrer Flucht sei "böswillig" verbreitet worden, der Konzern behalte sich rechtliche Schritte vor.
Yang Huiyan hatte im März den Vorstandsvorsitz von ihrem Vater übernommen. Sie galt zuvor bereits als reichste Frau Chinas, nachdem die Konzernanteile ihres Vaters 2007 auf sie übertragen worden waren. Country Garden steht dieser Tage jedoch vor allem wegen der Krise im chinesischen Bausektor in den Schlagzeilen und nähert sich immer weiter der Zahlungsunfähigkeit.
Das Unternehmen hat Schulden in geschätzter Höhe von 1,43 Billionen Yuan (186 Milliarden Euro) angehäuft. Am Mittwoch lief eine 30-tägige Gnadenfrist für eine Zinszahlung in Höhe von 15,4 Millionen Dollar aus. Bis Donnerstagmorgen war nicht bekannt, ob die Zahlung erfolgte oder nicht. In den kommenden Wochen werden weitere Zahlungen fällig.
Country Garden leidet unter denselben Problemen wir die Nummer eins der chinesischen Baubranache, Evergrande. Die Branche war zwei Jahrzehnte lang rasant gewachsen, sicherte etliche Jobs und das Überleben von tausenden Firmen - verschuldete sich jedoch stark. Chinas Behörden reagierten 2020 mit Beschränkungen bei der Kreditbeschaffung, was zu Zahlungsausfällen und Projektstopps führte.
E.Hall--AT