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Twitter ist Vergangenheit - Online-Plattform in X umbenannt
Twitter ist Vergangenheit: Das Online-Netzwerk hat offiziell seinen Namen und sein Logo geändert. Am Montagvormittag ersetzte ein schwarz-weißes X den blauen Twitter-Vogel. Der Multimilliardär Elon Musk, der das Unternehmen im vergangenen Oktober gekauft hatte, treibt damit den Umbau der Plattform voran. Bald sollen darüber auch etwa Online-Einkäufe und Bezahlungen abgewickelt werden können.
"X ist da! Los geht's", erklärte Twitter-Chefin Lina Yaccarino bereits am Sonntagabend. Musk tauschte sein Profilbild mit dem neuen X-Logo, bevor am Montag das offizielle Logo auf der Website folgte. Twitter ist nun auch über die Web-Adresse www.x.com erreichbar, die dann auf die bisherige Seite Twitter.com weiterleitet.
Musk hatte zuvor angedeutet, den geplanten Umbau von Twitter hin zu einer Multifunktions-App zu beschleunigen. "Wir werden bald Adieu zur Marke Twitter sagen und Schritt für Schritt auch zu allen Vögeln", erklärte er am Samstagabend. Das Twitter-Logo bestand bislang aus einem blauen Vogel auf weißem Grund. Twitter heißt übersetzt so viel wie Gezwitscher.
Musk hatte Twitters Mutterkonzern bereits in The X Corporation umbenannt und eine neue App angekündigt, die auch etwa als Bezahldienstleister und Online-Marktplatz fungieren soll. Der Multimilliardär und Tesla-Chef hatte im Jahr 1999 die Firma X.com gegründet, aus der später der Zahlungsdienstleister Paypal hervorging. Das X ist auch prominent im Namen von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX enthalten. Außerdem heißt eines seiner Kinder X Æ A-12.
Der Geschäftsmann hatte Twitter im vergangenen Oktober für 44 Milliarden Dollar gekauft und einen Großteil der Belegschaft gefeuert. Die Werbeeinnahmen der Plattform sind inzwischen eingebrochen. Immer wieder gibt es technische Probleme. Auch um die Werbekunden zu beruhigen, hatte Musk im vergangenen Monat die ehemalige Werbevertriebsleiter des Medienkonzerns NBCUniversal Yaccarino als Twitter-Chefin eingestellt.
Experten sehen die Chancen, dass X zu einer Art neuen Super-App wird, jedoch kritisch. "Angesichts der Art und Weise, wie Herr Musk die Mitarbeiter von Twitter seit seiner Übernahme behandelt hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass viele Entwickler besonders erpicht darauf sind, für das Unternehmen neue Anwendungen zu entwickeln", sagte Simon Kemp von der Beratungsfirma Kepios. Es sei denn, Musk würde besonders viel bieten - was "angesichts der derzeitigen Verschuldung des Unternehmens noch heikler wäre".
A.Moore--AT