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Biden dringt auf Regeln für verantwortungsvollen Einsatz von KI
US-Präsident Joe Biden hat bei einem Treffen mit Vertretern großer Technologie- und Internetkonzerne auf Regeln für einen verantwortungsvollen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) gedrungen. KI berge ein "enormes Versprechen unglaublicher Möglichkeiten", sagte Biden am Freitag bei dem Treffen mit Managern von Unternehmen wie Meta, Microsoft und Open AI in Washington. Aber sie berge auch "Risiken für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unsere nationale Sicherheit".
An dem Treffen im Weißen Haus nahmen hochrangige Vertreter der Unternehmen Amazon, Anthropic, Google, Inflection, Meta, Microsoft und OpenAI teil. Sie verpflichteten sich, bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI bestimmte Prinzipien einzuhalten. So sagten sie etwa zu, KI-Programme vor ihrer Markteinführung erst intern und extern zu testen. Damit seien diese sieben Unternehmen federführend "beim Anführen dieser Innovation mit Verantwortung und Sicherheit", sagte Biden.
Der US-Präsident verwies zugleich auf die enormen Veränderungen durch KI. "Wir werden in den kommenden zehn Jahren oder auch schon in den nächsten Jahren mehr technologische Veränderungen erleben als in den vergangenen 50 Jahren", sagte Biden. "Das war für mich ein erstaunliches Aha-Erlebnis."
Das Weiße Haus führte aus, die Konzerne verpflichteten sich, "eine umfassendere Regelung zu schaffen, die es den Verbrauchern erleichtert, zu erkennen, ob ein Inhalt künstlich erzeugt wurde oder nicht". "Es ist noch technische Arbeit zu leisten, aber der Punkt ist, dass es für Audio- und visuelle Inhalte gilt und Teil eines umfassenderen Systems sein wird", sagte ein Beamter des Weißen Hauses.
Spätestens mit dem Erfolg des von OpenAI entwickelten Chatbots ChatGPT hat die Sorge zugenommen, dass durch KI erzeugte Bild- oder Tonaufnahmen für Betrug und Fehlinformationen genutzt werden könnten. In den USA wird auch mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2024 nach Möglichkeiten gesucht zu erkennen, ob Audio- oder Bildmaterial künstlich erzeugt wurde, um Täuschungen und Fälschungen zu verhindern.
Das Weiße Haus will nach eigenen Angaben mit den Verbündeten der USA an internationalen Regeln für KI arbeiten. Das Thema stand bereits beim G7-Gipfel im Mai in Japan auf der Tagesordnung. Großbritannien will voraussichtlich im Herbst einen internationalen KI-Gipfel ausrichten.
Auf EU-Ebene wird derzeit eine weitgehende Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte im Rahmen eines umfassenden KI-Gesetzes diskutiert. Bundesdigitalminister Volker Wissing (FDP) fordert neben einer Kennzeichnung von Bild- und Tonaufnahmen auch die Einführung eines KI-Siegels für Texte.
T.Wright--AT