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ExxonMobil kauft auf CO2-Abscheidung spezialisiertes Unternehmen Denbury
Der US-Erdölriese ExxonMobil kauft für knapp fünf Milliarden Dollar das auf die Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) spezialisierte Unternehmen Denbury. ExxonMobil wird Denbury für 4,9 Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) vollständig übernehmen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. ExxonMobil sichert sich damit unter anderem ein Pipeline-Netzwerk für CO2 in den US-Südstaaten Texas, Louisiana and Mississippi, in denen die Erdölindustrie eine große Rolle spielt.
"Der Kauf von Denbury spiegelt unsere Entschlossenheit wider, unser Geschäft mit Niedrig-Kohlenstoff-Lösungen profitabel auszubauen", erklärte ExxonMobil-Chef Darren Woods. ExxonMobil wolle Industriesektoren, in denen eine Reduzierung von CO2-Emissionen schwierig sei, ein umfassendes Angebot zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid bieten.
Die sogenannte CCS-Technologie zu Abscheidung und Einlagerung von CO2 soll die bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehenden Emissionen dauerhaft binden und so zum Klimaschutz beitragen. Unter Umweltschützern und Wissenschaftlern ist die Technologie umstritten. Die Verflüssigung und Einspeicherung von CO2 ist selbst sehr energieintensiv, außerdem könnten Gefahren durch undichte Lagerstätten drohen. Darüber hinaus sehen Kritiker CCS lediglich als Scheinlösung, die das globale Grundproblem zu hoher CO2-Emissionen nicht beseitigen kann.
Denbury ist nicht nur im CCS-Sektor aktiv. Das in Texas ansässige Unternehmen nutzt auch CO2 für die sogenannte tertiäre Erdölförderung. Dabei wird Kohlendioxid in Erdöllagerstätten gepresst, um die Ausbeute zu erhöhen. ExxonMobil-Chef Woods stellte aber in einem Interview mit dem US-Sender CNBC klar, dass es seinem Konzern bei der Übernahme um das CCS-Geschäft geht.
W.Nelson--AT