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Milcherzeuger kritisieren zu niedrige Preise für ihre Produkte
Die Milcherzeuger in Deutschland haben die in ihren Augen zu niedrigen Preise für ihre Produkte scharf kritisiert. Zwar seien Nahrungsmittel im Juni erneut stärkste Inflationstreiber gewesen, besonders Molkereiprodukte mit einem Plus von 22,3 Prozent - jedoch: "Davon sehen wir nichts", erklärte der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) am Donnerstag. "Ganz im Gegenteil: Die Milcherzeugerpreise, die uns die Molkereien zugestehen, sind seit Jahresbeginn 2023 um bis zu 40 Prozent gefallen."
Seit geraumer Zeit jedoch stellten die Erzeuger deutliche Preissenkungen für Milchprodukte im Einzelhandel fest, vor allem bei Butter. "Nahrungsmittel sind seit Jahrzehnten viel zu billig, so billig, dass es sich die Gesellschaft leisten kann, rund ein knappes Drittel davon wegzuwerfen", beklagte der BDM.
All das habe negative Folgen für die Menschen in der Landwirtschaft, für Tiere und Umwelt und auch für die Leistungsfähigkeit der ländlichen Räume. "Gewinner ist nur die Ernährungs- und Verarbeitungsindustrie." Es werde Zeit, dass hier bei der aktuellen Agrarpolitik "ein echtes Umdenken einsetzt".
E.Hall--AT