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UNO: Weltweite Zahl der Hungernden steigt erstmals seit sieben Jahren nicht mehr
Der Hunger in der Welt hat im vergangenen Jahr erstmals seit sieben Jahren nicht mehr zugenommen. Allerdings ist die von den Vereinten Nationen angestrebte Beseitigung des Hungers in der Welt bis zum Jahr 2030 immer noch in weiter Ferne, wie fünf UN-Organisationen in einem am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Bericht bekanntgaben.
Demnach litten im Jahr 2022 weltweit zwischen 691 Millionen und 783 Millionen Menschen an chronischem Hunger - und damit immer noch mehr als vor der Corona-Pandemie. Während im Jahr 2019 noch 7,9 Prozent der Weltbevölkerung hungerten, waren es im vergangenen Jahr 9,2 Prozent.
Der seit 2017 registrierte jährliche Anstieg sei im vergangenen Jahr zwar zum Stillstand gekommen und sogar leicht rückläufig gewesen - die Gesamtzahl der Hungernden sank dem Bericht zufolge von 2021 bis 2022 um etwa 3,8 Millionen Menschen. Allerdings bestehe "kein Grund zur Selbstzufriedenheit, da der Hunger in ganz Afrika, Westasien und der Karibik weiter zunimmt".
Der Bericht wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der UNO, dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (Ifad), dem UN-Kinderhilfswerk (Unicef), dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht.
Der Report sei "eine Momentaufnahme einer Welt, die sich immer noch von einer globalen Pandemie erholt und nun mit den Folgen des Krieges in der Ukraine zu kämpfen hat, der die Lebensmittel- und Energiemärkte weiter erschüttert hat", hieß es darin.
Nach dem Jahr 2019 wurden nach UN-Angaben durch die Krisen in der Welt 122 Millionen Menschen zusätzlich in den Hunger gestürzt, wobei Frauen und Menschen in ländlichen Gebieten besonders stark betroffen sind. Das Ziel der Vereinten Nationen, Hunger und Unterernährung bis zum Jahr 2030 weltweit zu beenden, bleibe unerreichbar, wenn die Anstrengungen nicht verdoppelt würden, warnten die UN-Organisationen.
A.Ruiz--AT