-
45-Jähriger in Hessen soll Mutter angezündet und getötet haben - Festnahme
-
Ausbau der Infrastruktur als Nato-Ziel: Studie sieht Potenzial für Millionen Jobs
-
Pogacar happy nach Statement-Sieg - Vingegaard gibt nicht auf
-
Becker über Zverev: "Chance seines Lebens"
-
Vor Bundesratsabstimmung zum Sexualstrafrecht: Hubig wirbt für "Nur Ja heißt Ja"
-
Zwölf Tote bei Waldbrand in Andalusien - Womöglich Stromleitung verantwortlich
-
US-Medien: Israel informiert Trump über "konkreten" iranischen Mordplan
-
Börsengang von Halbleiterkonzern SK Hynix an der Nasdaq erwartet
-
Bellevue-Sanierung: Steinmeier nimmt Amtsgeschäfte am Spreebogen auf
-
Bundestag stimmt über die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung ab
-
Bundesrat stimmt über Vorrang für schnelles Bauen und Recht auf Reparatur ab
-
Bundestag und Bundesrat sollen neues Heizungsgesetz verabschieden
-
Wadephul empfängt slowenischen Kollegen Kajzer in Berlin
-
Ayatollah Ali Chamenei nach mehrtägigen Trauerfeiern beigesetzt
-
Mindestens zwölf Tote bei Waldbrand im südspanischen Andalusien
-
Kurz vor Bundestagsabstimmung: Hausärzte dringen auf Stopp von Gesundheitsreform
-
Sechs Tote durch Waldbrand im südspanischen Andalusien
-
Trump-Regierung will Abgasnormen für Lastwagen aufweichen
-
Marokko geknickt: "Müssen Köpfe hochnehmen"
-
Schlag auf die Ferse, aber: Mbappé "geht es gut"
-
Trump und Netanjahu beraten per Telefon über Iran-Krieg
-
Traumtor nach Elfmeter-Patzer: Mbappé lässt Frankreich jubeln
-
Unfälle mit E-Rollern: Geschädigte sollen leichter Schadenersatz erhalten
-
Ultimatum: VW-Betriebsrat fordert Klarheit über drastische Sparpläne
-
Nach Sturz in Gelb: Träen muss bei Tour aufgeben
-
Bundestag beschließt Gesetz zur Entlastung von Ländern und Kommunen
-
Trauer und Racheschwüre bei Beerdigung von Chamenei in Maschhad
-
Tschechische Siegerin garantiert: Muchova und Noskova im Finale
-
Neue Angriffe: Schiffsverkehr in der Straße von Hormus bricht ein
-
Florida: Flughafen in Palm Beach nach Trump benannt
-
Bundestag gibt grünes Licht für neue Gaskraftwerke
-
43-km-Solo: Pogacar fliegt auf Tourmalet-Etappe in Gelb
-
Wimbledon: Muchova nach Nervenkrimi erste Finalistin
-
Amoklauf an Gymnasium in bayerischem Schongau: 16-Jähriger war polizeibekannt
-
An Mourinhos Seite: Khedira wird Co-Trainer bei Real
-
Monopolkommission kritisiert "Labyrinth" bei Stromhilfen - und sieht KI-Defizite
-
Staat zahlt künftig automatisch: Bundestag beschließt antragsloses Kindergeld
-
13-Jährige stirbt bei Verkehrsunfall in Brandenburg - Fahrer nahm wohl Drogen
-
Kürzung der Vergütung für Psychotherapeuten: Erfolg für Kassenärzte vor Gericht
-
"Wir liefern": Merz verteidigt Reformpolitik - Opposition wirft ihm Scheitern vor
-
Iran: Abschluss der Trauerfeierlichkeiten für Chamenei in Maschhad
-
Krawietz/Pütz verpassen Wimbledonfinale
-
Ein Revolver und sechs Patronen: Erdogans ungewöhnliches Geschenk beim Nato-Gipfel
-
USA billigen Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern an Deutschland
-
Empfehlung für Basisimpfung gegen Coronavirus fällt weg - Auffrischung ab 75 Jahren
-
Betriebsrat und IG Metall machen mobil gegen drastische Sparpläne bei Volkswagen
-
Bundestags-Gutachten sieht hohe Kostenrisiken für Verbraucher durch Grüngasquote
-
Tübinger Oberbürgermeister Palmer wird Berater für Staatsmodernisierung in Baden-Württemberg
-
USA setzen Angriffswelle auf Iran fort - Teheran attackiert Ziele in der Golfregion
-
Scheinrechnungen mit Millionenschaden: Verdächtiger nach zehn Jahren verhaftet
Sondereffekte durch staatliche Hilfen treiben Inflation im Juni wieder nach oben
Die Inflation hat sich im Juni wieder verstärkt - vor allem durch statistische Sondereffekte wegen der staatlichen Hilfen vor einem Jahr. Das Statistische Bundesamt bezifferte die Teuerung am Dienstag auf 6,4 Prozent im Jahresvergleich und bestätigte damit erste Schätzungen von Ende Juni. Demnach waren Nahrungsmittel mit einem Anstieg von 13,7 Prozent weiterhin der stärkste Preistreiber. Verglichen mit Mai stiegen die Preise um 0,3 Prozent.
Die Inflation verstärkte sich im Juni wieder, nachdem sie zuvor drei Monate in Folge zurückgegangen war. Dafür verantwortlich ist vor allem der Basiseffekt durch das Neun-Euro-Ticket und den Tankrabatt, denn diese beiden Maßnahmen waren im Juni vergangenen Jahres eingeführt worden und senkten drei Monate lang das Preisniveau. Gemessen daran stieg die Inflation in diesem Bereich nun deutlich an - dieser Effekt dürfte aber im September vorbei sein.
Der Anstieg der Energiepreise lag mit 3,0 Prozent weiterhin unterhalb der Gesamtinflation. Das wiederum liegt am im Vergleich hohen Preisniveau im Juni 2022, als die Energiepreise wegen des Ukraine-Kriegs in die Höhe geschnellt waren. Auch die rückläufigen Preise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen sowie die Preisbremsen bei Strom, Gas und Fernwärme trugen hier zur Entspannung bei.
Besonders stark verteuerten sich aber feste Brennstoffe mit plus 26,6 Prozent und Erdgas mit plus 20,8 Prozent. Strom wurde um 10,5 Prozent teurer und Fernwärme um 9,3 Prozent. Leichtes Heizöl verbilligte sich hingegen um 36,5 Prozent deutlich, auch Kraftstoff wurde trotz des Tankrabatts im Vorjahr um 10,4 Prozent günstiger, vor allem Diesel.
Bei den Nahrungsmitteln ging der Preisauftrieb zwar etwas zurück, sie lagen aber mit plus 13,7 Prozent weiterhin deutlich über der Gesamtinflation und trieben damit die Teuerung an. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren vor allem Molkereiprodukte (plus 22,3 Prozent) und Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (plus 19,4 Prozent). Auch Gemüse, Fisch und Brot waren jeweils über 18 Prozent teurer. Speisefette und Speiseöle hingegen verbilligten sich um 12,1 Prozent. Alkohol und Tabakwaren lagen mit plus 8,8 Prozent ebenfalls über der Gesamtinflation.
Dienstleistungen verteuerten sich um 5,3 Prozent, darunter Nettokaltmieten um 2,0 Prozent und Bahntickets für den Nahverkehr - trotz der Einführung des Deutschlandtickets - um deutliche 65,2 Prozent. Kombinierte Tickets für Bahn, Bus und Ähnliches wurden um 112,8 Prozent teurer.
Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastian Dullien, geht davon aus, dass der Anstieg der Inflation "ausschließlich auf Sonderfaktoren zurückgeht". Würde der Effekt durch Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket herausgerechnet, läge die Inflation nur bei knapp über fünf Prozent.
Die Europäische Zentralbank (EZB) "sollte sich von dem vorübergehenden Anstieg der deutschen Inflation nicht beeindrucken lassen", fuhr Dullien fort. Sie sollte daher "am besten nun eine Zinserhöhungspause einlegen und erst einmal beobachten, wie die massiven Zinserhöhungen der vergangenen Monate wirken".
L.Adams--AT