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Banden aus China betreiben laut Bericht systematischen Zollbetrug mit Kleidung
Chinesische Banden importieren laut einem Bericht seit Jahren Textilien in die Europäische Union, ohne die fälligen Gebühren beim Zoll zu zahlen. Wie das Recherchenetzwerk "Correctiv" am Dienstag berichtete, weisen die Schmuggler den Wert ihrer Waren "deutlich niedriger aus als er tatsächlich ist". Der entstandene Schaden soll EU-weit bei rund einer Milliarde Euro liegen.
Diese Art von Zollbetrug geschehe "nicht sporadisch, sondern in großem Maßstab und dauerhaft", sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO), Andrés Ritter, dem Netzwerk "Correctiv". Dabei gehe es neben Textilien etwa auch um Luxusautos, Tabak, E-Bikes und Kopfhörer. Derzeit ermittele die EPPO in 230 Fällen von Zollbetrug.
"Die chinesischen Betrügerbanden sind bestens vernetzt und flexibel", sagte Ritter dem Recherchenetzwerk. Sie gründeten vorübergehend Scheinfirmen, besorgten falsche Dokumente und würden die Erlöse durch Verkäufe der Kleidung reinwaschen.
Die Masche funktioniere auch deshalb, weil der Zoll mit seinen Kontrollen nicht hinterherkomme, erklärte "Correctiv". Eine vollständige Kontrolle aller Wareneingänge sei aufgrund des Umfangs nicht möglich, erklärte die deutsche Generalzolldirektion. Mögliche Hotspots für den Zollbetrug seien Griechenland, Ungarn, Polen und die Niederlande.
P.A.Mendoza--AT