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Charles will Sklavenhandel-Verbindungen der britischen Krone erforschen lassen
Der britische König Charles III. will nach Angaben des Buckingham-Palasts in London historische Nachforschungen zur Verbindung der britischen Monarchie mit dem internationalen Sklavenhandel unterstützen. Wissenschaftler würden in größerem Umfang als bisher Zugang zu den Archiven der britischen Krone erhalten, erklärte der Palast am Donnerstag. Charles nehme das Thema "außerordentlich ernst". Unter anderem unter dem britischen König Jakob II. hatte die Krone erheblich in den Sklavenhandel investiert.
Charles habe seit der Übernahme des Throns von seiner im September verstorbenen Mutter Elizabeth II. mit "Nachdruck und Entschlossenheit" daran gearbeitet, ein tieferes Verständnis für die Auswirkungen der Sklaverei zu erhalten, erklärte ein Sprecher des Königshauses. Charles III. soll am 6. Mai feierlich zum Monarchen gekrönt werden.
Im vergangenen Jahr hatte Charles, damals noch als Prinz, bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs des Commonwealth gesagt, um die Kraft der "gemeinsamen Zukunft" des Staatenbundes zu entfalten müsse auch "Unrecht" anerkannt werden, das "unsere Vergangenheit geprägt hat". Der damalige Thronfolger entschuldigte sich jedoch nicht für die Verwicklung der britischen Königsfamilie in den Sklavenhandel.
Unter anderem war Charles' Vorgänger Jakob II. im 17. Jahrhundert der größte Investor der Royal African Company - ein Unternehmen, das eine Vorreiterrolle im transatlantischen Sklavenhandel einnahm. Einem von der Zeitung "The Guardian" veröffentlichten Dokument zufolge übertrug der berüchtigte Sklavenhändler Edward Colston im Jahr 1689 Anteile im Wert von 1000 Pfund an Jakobs Nachfolger Wilhelm III.
Um Colston war im Juni 2020 eine heftige Kontroverse entbrannt, nachdem Protestierende in der britischen Stadt Bristol am Rande einer Anti-Rassismus-Demonstration eine Statue Colstons ins Hafenbecken gestürzt hatten.
H.Gonzales--AT