-
Unicredit meldet starkes Gewinnplus - Angebot für Commerzbank-Übernahme erwartet
-
Parlament in Rumänien stimmt über Misstrauensantrag gegen pro-europäischen Regierungschef ab
-
Karlsruhe verhandelt im Juni über Sonderkündigungsrecht für Fernsehverträge
-
CDU-Vorstandsmitglied Amthor fordert mehr Zuversicht in Koalition
-
Dreesen: Bayern brauchen gegen PSG "jede Stimme"
-
Protesttag: Verbände warnen vor Einschnitten für Menschen mit Behinderung
-
Mütter kleiner Kinder deutlich seltener erwerbstätig als Väter
-
Schüsse in Begegnungsstätte in Sachsen: Zahl der Toten auf drei gestiegen
-
SPD-Parlamentsgeschäftsführer Wiese: Müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln
-
Nach Amokfahrt in Leipzig: Staatsanwaltschaft klärt weiteres Vorgehen
-
Musk akzeptiert 1,5 Millionen Dollar Bußgeld wegen Twitter-Übernahme
-
NHL: Hurricanes auf Kurs
-
Industrie-Studie: Enormes Potenzial durch Recycling und Wiederverwendung
-
NBA: Knicks dominieren erstes Spiel gegen 76ers
-
Stars präsentieren sich bei Met-Gala in New York in ausgefallenem Stil
-
Guardiola geschockt: "Machen weiter, bis es vorbei ist"
-
Weimer will Digitalabgabe in nächsten Wochen auf Weg bringen
-
Bundeskanzler Merz empfängt portugiesischen Regierungschef
-
Bundesaußenminister Wadephul empfängt isarelischen Kollegen Saar in Berlin
-
Armenien und EU wollen bei Gipfel in Eriwan Beziehungen vertiefen
-
Unionsfraktion wählt Spitze neu - SPD-Fraktion mit Bilanz zu einem Jahr Koalition
-
Iran-Krieg: Britischer Premier Starmer ruft zu Deeskalation auf
-
US-Schauspieler Lively und Baldoni einigen sich auf Beilegung ihres Rechtsstreits
-
Pulitzer-Preise: Berichterstattung über Trump-Regierung gewürdigt
-
Verkehrsminister Schnieder verteidigt Tankrabatt - Absage an Tempolimit
-
Russland kündigt Waffenruhe für 8. Mai an - Selenskyj verkündet Feuerpause ab Mittwoch
-
Drama im Snooker-Finale: Wu gewinnt ersten WM-Titel
-
Vorteil Arsenal: ManCity patzt im Titelrennen
-
US-Einsatz in Straße von Hormus: Sorge vor neuer militärischer Eskalation wächst
-
New York: Hakenkreuz-Schmierereien an Synagoge und Häusern
-
Berauscht am Steuer: Britney Spears entgeht durch Geständnis dem Knast
-
Amokfahrer rast durch Leipziger Fußgängerzone: Zwei Tote und mehrere Verletzte
-
US-Schauspielerin Demi Moore wird Mitglied der Jury beim Filmfestival von Cannes
-
Arsenal: Havertz im Kader für Halbfinal-Rückspiel
-
US-Außenminister Rubio trifft Papst Leo XIV. am Donnerstag in Rom
-
Mindestens neun Tote nach neuen russischen Angriffen auf die Ukraine
-
Verdächtiger Autofahrer von Leipzig ist 33-jähriger Deutscher
-
Nach Tat in Leipziger Innenstadt: Kretschmer spricht von "mutmaßlicher Amokfahrt"
-
Auto fährt durch Leipziger Fußgängerzone: Zwei Tote und mehrere Verletzte
-
"Schade und nachteilig": Pistorius besorgt wegen US-Rückzieher bei Tomahawks
-
Zwei Tote bei Vorfall mit Auto in Leipziger Fußgängerzone - auch Verletzte
-
Schweden: 23 Unbeteiligte in drei Jahren bei Schießereien zwischen Banden getötet
-
US-Einsatz in Straße von Hormus: Marineschiffe durchfahren Meerenge
-
Polizei: Mehrere Verletzte bei Vorfall mit Auto in Leipziger Innenstadt
-
Gericht: Mangelhaft gehaltene Hunde dürfen von Amts wegen verkauft werden
-
EPG-Gipfel: US-Truppenabzug drängt Europäer zu mehr Unabhängigkeit bei Verteidigung
-
Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß
-
Mädchen jahrelang eingesperrt: Fünf Jahre Haft für Mutter in Siegen
-
Möglicher Hormus-Einsatz: Minenjagdboot "Fulda" unterwegs Richtung Mittelmeer
-
Bundesregierung will Schutz vor Cyberangriffen besser koordinieren
Trumps zögern im Iran
Die anhaltenden Massenproteste in Iran seit Ende Dezember 2025 haben das Land in eine der schwersten Krisen seit der Revolution von 1979 gestürzt. Millionen Menschen gingen trotz eines rigiden Internet‑ und Telefonblackouts auf die Straßen, um gegen Inflation, Korruption und die Willkür der geistlichen Herrscher zu demonstrieren. Sicherheitskräfte schlugen brutal zu: Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden Tausende Demonstrierende getötet, Hunderte von Leichen stapelten sich in improvisierten Leichenhallen, und Ärzte meldeten überfüllte Notaufnahmen. Zudem wurden mehr als zehntausend Menschen verhaftet, während der Staat das Land weitgehend vom Internet trennte, um die Ungeheuerlichkeit seines Vorgehens zu verbergen. Die Wut der Bevölkerung richtete sich nicht mehr gegen einzelne Reformen, sondern gegen das gesamte System der islamischen Republik.
Der amerikanische Präsident Donald Trump, der im Juni 2025 bereits iranische Atomanlagen bombardieren ließ und sich im Wahlkampf als „Friedensstifter“ inszeniert hatte, reagierte auf die Gewalt mit scharfen Drohungen. Über soziale Netzwerke versprach er den Demonstrierenden Hilfe und drohte der Teheraner Führung mit Konsequenzen, falls sie weiter ihr eigenes Volk töte. Seine Worte erzeugten große Erwartungen im In‑ und Ausland, denn viele Iranerinnen und Iraner hofften auf internationale Unterstützung. Gleichzeitig weckte er Befürchtungen vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten.
Hintergründe des Zögerns
Trotz seines martialischen Tons scheut Trump bislang einen weiteren militärischen Schlag gegen Iran. Mehrere Faktoren erklären dieses Zögern:
- Gefahr eines ausufernden Krieges:
Die iranische Führung drohte offen, bei einem Angriff amerikanische Stützpunkte und Verbündete im Nahen Osten anzugreifen. Würden Raketen auf US‑Basen in Katar, Saudi‑Arabien oder Kuweit niedergehen, müsste Washington mit massiver Gegenwehr rechnen. Ein begrenzter Luftschlag könnte rasch in einen regionalen Flächenbrand oder eine langwierige Bodenoperation münden – Szenarien, die Trump wegen des Risikos für amerikanische Soldaten und der Gefahr von Cyber‑ und Terrorangriffen auf die Heimat scheut.
- Wirtschaftliche Risiken:
Ein Krieg könnte den Persischen Golf und die Strasse von Hormus blockieren, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Experten warnen vor explodierenden Energiepreisen und einer globalen Inflation, die die US‑Wirtschaft empfindlich treffen würden. Trump beobachtet die Ölpreise genau und hat den Zustand der Wirtschaft stets als Maßstab für seine Popularität gesehen.
- Regionale Diplomatie:
Arabische Nachbarstaaten wie Saudi‑Arabien, Katar, Oman und Ägypten baten den US‑Präsidenten laut Diplomaten dringend, keinen Schlag zu führen. Sie fürchten Flüchtlingsströme, Vergeltungsangriffe und Instabilität. Diese Länder, die amerikanische Basen beherbergen, erinnerten daran, dass ein Krieg gegen Iran auch ihre Sicherheit gefährden würde und die ohnehin labile Region weiter destabilisierte. Trump signalisierte daraufhin, er wolle Iran eine Chance geben, nachdem ihm wichtige Kanäle mitgeteilt hätten, dass die Tötungen eingestellt wurden und keine Hinrichtungen geplant seien.
- Innenpolitischer Druck:
Umfragen in den USA zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung neue Auslandseinsätze ablehnt. Viele seiner Anhänger wählten ihn, weil er versprach, „ewige Kriege“ zu beenden. Ein Krieg gegen Iran könnte seine Wiederwahl gefährden und sein Bild als vermeintlicher Friedensstifter zerstören.
- Fehlende Strategie:
Fachleute weisen darauf hin, dass es keine klare Planung für das „Danach“ gibt. Ein gezielter Schlag würde das Regime kaum stürzen, sondern eher nationalistische Reflexe stärken und die Sicherheitsapparate noch brutaler machen. Ein umfassender Krieg wäre extrem kostspielig und politisch riskant. Deshalb verlegt sich die US‑Regierung derzeit vor allem auf Sanktionen, Zölle und diplomatische Kanäle.
- Beratung aus dem eigenen Lager:
Innerhalb der Administration mahnen manche Spitzenpolitiker zu Zurückhaltung. Sie betonen, dass die USA zugleich in anderen Konflikten engagiert sind und eine weitere Front Ressourcen binden würde. So treiben Berater Gespräche mit Teheran voran, um noch einmal eine diplomatische Lösung für das Atomprogramm und die Zukunft des Landes auszuloten.
Der Sieg der Gewalt?
Die Frage, ob die islamische Führung durch das blutige Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung gewonnen hat, lässt sich nur vorläufig beantworten. Die Proteste wurden mit extremer Brutalität niedergeschlagen. Tausende Tote, Tausende Verletzte und mehr als zehntausend Verhaftungen haben die Bewegung vorerst zum Erliegen gebracht. Durch das totale Kommunikationsverbot blieb der Welt die ganze Tragödie weitgehend verborgen, während im Land Angst und Schock herrschen. Zugleich haben diese Massaker die tiefe Kluft zwischen Regierung und Gesellschaft weiter vergrößert. Dass die Führung ihre eigene Bevölkerung als größten Feind betrachtet und bereit ist, jeden Widerstand zu zerschlagen, offenbart ihre Schwäche und die Erosion ihrer Legitimität.
In dieser Lage sind die Ursachen für die Aufstände – wirtschaftliche Not, Unterdrückung, fehlende Freiheit – nicht verschwunden. Die kombinierte Gewalt von Regime und Repressalien hat nur einen kurzfristigen Sieg ermöglicht. Viele Analysten sehen im rückhaltenden Verhalten des US‑Präsidenten keine Angst, sondern politisches Kalkül: Er will einerseits nicht als Schwächling gelten, andererseits keinen Krieg mit ungewissem Ausgang riskieren. Die iranische Führung interpretiert seine Drohungen als Bluff, nutzt sie aber propagandistisch, um von den eigenen Verbrechen abzulenken.
Wie geht es weiter?
Ob Trump einen Militärschlag gegen Iran befiehlt, hängt von vielen Variablen ab: dem weiteren Verlauf der Proteste, dem Verhalten der iranischen Sicherheitsbehörden, der Position regionaler Akteure und der Stimmung im eigenen Land. Gegenwärtig deutet vieles darauf hin, dass Washington auf Wirtschaftsdruck, Cyberoperationen und gezielte Sanktionen setzt. Ein offener Krieg bleibt das Horrorszenario, das alle Beteiligten – trotz martialischer Worte – vermeiden wollen. Die Mullah-Führung mag mit ihrer beispiellosen Gewalt einen temporären Sieg errungen haben; doch der Preis ist eine Gesellschaft, die noch entschlossener nach Freiheit verlangt. Das letzte Kapitel dieser Krise ist daher noch nicht geschrieben.
Rückblick 2022: Politische Kunst und Musik
Toter russischer Abschaum in der Ukraine
Person des Jahres 2022: Wolodymyr Selenskyj
Kriegsverbrecher Putin fabuliert wieder!
Türkei: Verletzte nach schwerem Erdbeben
Italien: Flutschutztore in Venedig geschlossen
Russische Zentralbank spürt harte Sanktionen!
USA: Knappes Rennen in beiden Kammern!
Putin fabuliert über Atomangriff auf Ukraine