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UNO: Pläne für Nutzung fossiler Brennstoffe nicht mit 1,5-Grad-Ziel vereinbar
Wenige Wochen vor Beginn der UN-Klimakonferenz (COP28) hat die UNO davor gewarnt, dass durch die Pläne einiger Industriestaaten zur weiteren Herstellung fossiler Brennstoffe das 1,5-Grad-Ziel für die globale Erwärmung deutlich überschritten werden könnte. Wie aus dem am Mittwoch vorgelegten jährlichen Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) hervorgeht, sehen die Produktionspläne der 20 wichtigsten Förderländer, darunter die USA, China, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate, bis 2030 keinen Rückgang bei fossilen Energieträgern wie Öl, Gas und Kohle vor.
Während andere Staaten bis zur Mitte des Jahrhunderts das Ziel von Netto-Null- Emissionen erreichen wollen, führen demnach die Pläne der Regierungen dieser Staaten dem Bericht zufolge bis 2030 zur Produktion einer Menge an fossilen Brennstoffen, die um 110 Prozent höher liegt als dies mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar wäre. Sogar das Ziel einer maximalen Erderwärmung von zwei Grad würde dem Bericht zufolge durch die angestrebten Produktionsmengen verfehlt.
In dem Bericht wurden jene 20 Industriestaaten untersucht, auf die 82 Prozent der weltweiten Produktion und 73 Prozent des weltweiten Verbrauchs fossiler Energieträger entfallen.
"Die Pläne der Regierungen, die Produktion fossiler Brennstoffe auszuweiten, untergraben die Energiewende, die notwendig ist, um Netto-Null-Emissionen zu erreichen", sagte die Leiterin, des UN-Umweltprogramms, Inger Anderson. Ab der Ende November beginnenden COP28 müssten sich die Nationen gemeinsam für einen geregelten und gerechten Ausstieg aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas einsetzen. Dies komme allen Menschen auf dem Planeten zugute.
Das 2015 geschlossene Pariser Klimaabkommen sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, möglichst aber auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Diese steuert aber nach UN-Angaben mit der aktuellen Politik eher auf plus 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu.
F.Ramirez--AT