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Rummenigge über Kane: "Alle lieben Harry"
Karl-Heinz Rummenigge hat sich in die große Riege der "Fans" von Harry Kane eingereiht und den Topfavoriten auf den Ballon d'Or schon vor der Vergabe des Goldenen Balles als würdigen Preisträger geadelt. Kane überzeuge nicht nur mit herausragenden Statistiken und als "Quarterback" auf dem Platz, sondern auch als "Gegenentwurf" des modernen, viel zu oft auf bloße Inszenierung bedachten Fußballers, schrieb der frühere Bayern-Boss in Münchner Merkur/tz.
"Wen immer ich in meinem Familien- oder Freundeskreis frage: Alle lieben Harry Kane. Und das liegt nicht allein an seinen Toren", meinte Rummenigge, der den Ballon d'Or selbst 1980 und 1981 gewonnen hatte. Für seinen möglichen Erben sprächen nicht nur dessen 73 Tore in 65 Pflichtspielen für den FC Bayern und die englische Nationalmannschaft im Bewertungszeitraum (1. August 2025 bis 31. Juli 2026), das Double mit den Münchnern oder WM-Platz drei als Kapitän mit den Three Lions. Kane sei inzwischen auch "ein völlig anderer Fußballer als der, den ich noch aus seiner Zeit bei Tottenham in Erinnerung habe".
Rummenigge würdigte die Entwicklung des 33-Jährigen vom reinen Strafraumstürmer zum mitkämpfenden Spielmacher-Angreifer. "Wirklich besonders" mache ihn aber seine Art. "Top-Spieler sind längst nicht mehr nur Sportler, sie sind globale Persönlichkeiten, Werbeträger, 'Marken'", meinte Rummenigge, nicht zuletzt in den Sozialen Netzwerken werde "Aufmerksamkeit zu einer eigenen Währung" mit ähnlicher Bedeutung wie die Leistung auf dem Platz.
Auch Kane sei eine Weltmarke, habe es aber "nicht nötig, sich ständig als solche zu inszenieren. Er braucht keine große Geste, um Größe zu zeigen. Er ist höflich, bodenständig, frei von Allüren und begegnet den Menschen auf Augenhöhe." Kane habe sich "bei allem Erfolg eine wunderbare und erfrischende Normalität bewahrt", trage "das Herz am rechten Fleck" und sei ein "echtes Vorbild".
Ch.Campbell--AT