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Test bestanden: Schröder und Co. holen Supercup
Harter Fight, verdienter Sieg: Deutschlands Basketball-Stars um Dennis Schröder haben den Supercup in Hamburg gewonnen und damit Schwung für die anstehende WM-Qualifikation aufgenommen. Trotz einiger prominenter Ausfälle setzte sich der Welt- und Europameister in einem intensiven Finale gegen Kroatien mit 96:87 (50:39) durch, Oscar Da Silva war dabei mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer der DBB-Auswahl.
Deutschland sicherte sich erstmals seit fünf Jahren wieder Platz eins bei dem Traditionsturnier, insgesamt war es der siebte Triumph der DBB-Auswahl. In der Schlussphase musste die DBB-Auswahl noch ein wenig zittern - behielt aber die Nerven.
Wie schon im Halbfinale gegen Tschechien (115:82) war Schröder der Taktgeber des deutschen Spiels. Der Kapitän drückte dem Finale mit seinem Tempo und seiner Übersicht den Stempel auf. Immer wieder zog er die kroatische Defensive auseinander, setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und übernahm in den entscheidenden Phasen selbst Verantwortung. Der NBA-Routinier zeigte einmal mehr, warum er das Gesicht dieser Mannschaft ist - und führte Deutschland so zum dritten Sieg gegen Kroatien im dritten Spiel in diesem Jahr.
Bundestrainer Álex Mumbrú musste in Hamburg auf einige prominente Namen verzichten. Die Wagner-Brüder Franz (Orlando Magic) und Moritz (Brooklyn Nets), Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder), Andreas Obst (Bayern München), Ariel Hukporti (Philadelphia 76ers) oder auch die Top-Talente Hannes Steinbach und Christian Anderson (beide Charlotte Hornets) waren allesamt ausgefallen - und so richteten sich die Blicke noch einmal mehr als ohnehin schon auf Schröder.
Der 32-Jährige glänzte zwar gar nicht so sehr als Punktelieferant, lenkte das deutsche Spiel mit Tempo und Übersicht und riss seine Mannschaft in wichtigen Phasen mit. Am Ende kam Schröder auf zehn Zähler.
Die Kroaten um den bulligen Center Ivica Zubac von den Indiana Pacers und Dario Saric präsentierten sich als harter, zäher Gegner. Doch immer wenn Schröder und die anderen Welt- und Europameister Daniel Theis, Maodo Lo, Johannes Thiemann und Isaac Bonga das Tempo anzogen, bekam Kroatien Schwierigkeiten - und die 9583 Zuschauer in der Barclays Arena konnten jubeln. Wie schon gegen Tschechien zeigte sich: Deutschlands Offensive ist bereits in Top-Form, in der Defensive besteht hingegen noch Abstimmungsbedarf.
Zwar steht in diesem Jahr kein großes Turnier an, nach dem Supercup wird es aber in der WM-Qualifikation für die Endrunde in Katar 2027 ernst: Mit den Partien gegen die Niederlande am kommenden Donnerstag in Köln und drei Tage später in Danzig gegen Polen. In Hamburg wollten sie sich dafür einspielen. "40 Minuten lang 110 Prozent geben, Deutschland richtig zu repräsentieren und Spiele zu gewinnen", hatte Schröder als Vorgabe für den Supercup ausgegeben. Und mit dem Titel hat das auch ziemlich gut funktioniert.
E.Flores--AT