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Tumulte nach WM-Finale: Zehn Spiele Sperre für Paredes
Gut einen Monat nach dem Finale der Fußball-WM hat die FIFA drakonische Strafen gegen Vize-Weltmeister Argentinien verhängt. Die teils heftigen Sperren und Geldbußen, die aus mehreren Vorfällen resultieren, betreffen sowohl Spieler und Offizielle als auch den Verband. Am härtesten traf es den am 19. Juli nach Schlusspfiff ausgerasteten Leandro Paredes, auch der Spanier Gavi erhielt eine Strafe.
Mittelfeldspieler Paredes von den Boca Juniors wurde vom Weltverband für zehn Länderspiele gesperrt und muss zudem 90.000 US-Dollar (rund 77.000 Euro) zahlen. Er hatte nach Abpfiff des Endspiels gegen Spanien (0:1) Gegenspieler Gavi mit der Hand ins Gesicht geschlagen und ihn dann zu Boden gestoßen. Sein Mitspieler Nahuel Molina (AS Rom), der Spaniens Kapitän Rodri mit der Faust gegen die Brust geschlagen hatte, wurde für sieben Spiele gesperrt und erhielt die gleiche Geldstrafe. Die Sperren gelten nur für Spiele mit der Nationalmannschaft.
Der argentinische Verband erhielt wegen eines anderen Vorfalls eine hohe Geldstrafe. Spieler hatten nach dem 2:1-Halbfinalsieg über England auf dem Platz ein Banner präsentiert, auf dem "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien") geschrieben stand. Wegen Verstößen in den Bereichen "Nutzung einer Sportveranstaltung für sportfremde Kundgebungen", "Fehlverhalten eines Teams" und "Ordnung und Sicherheit bei Spielen" muss die AFA 321.000 Dollar (ca. 275.000 Euro) blechen. Zudem dürfen bei den nächsten beiden Spielen der Nationalmannschaft nur 50 Prozent der Zuschauer ins Stadion.
Der Spanier Gavi (FC Barcelona) sowie die Argentinier Thiago Almada (River Plate) und Roberto Ayala (Co-Trainer) wurden von der FIFA für ein Spiel gesperrt und müssen 30.000 Dollar (25.700 Euro) zahlen. Alle Parteien hätten "zehn Tage Zeit, eine Begründung zu beantragen", die die FIFA bei Bestätigung des Antrags online veröffentlichen würde, heißt es in der Erklärung. Die Entscheidungen können angefochten werden.
S.Jackson--AT