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Jung zum zweiten Mal Weltmeister - Silber für Deutschland
Der viermalige Olympiasieger Michael Jung hat sich in Aachen zum zweiten Mal in seiner Karriere zum Weltmeister in der Vielseitigkeit gekrönt. Mit seinem Partner Chipmunk behielt der 44-Jährige in der abschließenden Teilprüfung auf dem Springparcours vor beeindruckender Heimkulisse die Nerven - und arbeitete so vier Jahre nach dem knapp verpassten Einzelgold von Italien auch sein persönliches "Titel-Trauma" auf und gewann dazu mit der Mannschaft Silber.
Mit 23,0 Minuspunkten setzte sich Jung nach insgesamt vier Wettbewerbstagen und drei Teilprüfungen im spannenden Showdown hauchdünn vor dem britischen Duo Rosalind Canter und Laura Collett durch und trotzte den Schatten der Vergangenheit: Bei der WM 2022 in Pratoni del Vivaro hatte er mit Chipmunk vor dem Schlusstag ebenfalls in Führung gelegen, ehe ein zweiter Fehler am allerletzten Hindernis den Titeltraum noch platzen ließ. Im Aachener Hauptstadion blieb Jung diesmal aber fehlerfrei und verteidigte seinen knappen Vorsprung aus dem Gelände.
Zusätzlich zum ersten WM-Einzelgold seit 16 Jahren heimste Jung auch die Silbermedaille mit der Mannschaft ein. Geschlagen geben mussten sich die deutschen Titelverteidiger mit 90,4 Minuspunkten jedoch dem starken Team aus Großbritannien (85,0), das trotz eines Sturzes im Gelände mit einem deutlichen Vorsprung in den finalen Tag gegangen war. Bronze gewannen die USA.
Julia Krajewski, Vizeweltmeisterin von 2022, sammelte mit Nickel durch einen Fehler noch einmal vier Minuspunkte und beendete die WM auf Einzelplatz 17 (39,6). Besser machte es Malin Hansen-Hotopp, die sich auf Quidditch nur 1,2 Fehlerpunkte für Zeitüberschreitung einhandelte und noch Neunte wurde. Libussa Lübbeke beendete ihre erste WM nach einem Abwurf auf Rang 41 (61,1). Einzelreiter Christoph Wahler fiel nach mehreren Fehlern ebenfalls zurück und belegte letztlich den 16. Platz.
A.Ruiz--AT