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DBB-Kapitänin Gülich nach Comeback: "War ziemlich aufgeregt"
Marie Gülich formte mit ihren Händen ein Herz in Richtung Publikum, dann atmete die Kapitänin der deutschen Basketball-Nationalmannschaft einmal tief durch. "Mein Körper fühlt sich echt gut an. Manchmal hört man zu doll rein. Es hat gut funktioniert heute", sagte die 32-Jährige bei MagentaTV. Ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriss hatte Gülich beim 60:65 (27:29) gegen Spanien endlich ihr Comeback gegeben - und war erleichtert.
"Ich war schon ziemlich aufgeregt, um ehrlich zu sein. Aber das Team hat mich gut abgeholt. Ich hatte Spaß. Natürlich ist das Ergebnis nicht das, was man erwartet. Ich persönlich bin sehr glücklich, dass ich einfach wieder da sein kann. Jetzt geht es darum, wieder auf dieses Level zu kommen und dann Spiele zu gewinnen", sagte Gülich mit Blick auf die nahende Weltmeisterschaft in Berlin Anfang September.
Gülich stand in Ludwigsburg direkt in der Startformation, kam auf sieben Zähler und wurde nach der Pause geschont. "Ich habe versucht, mein Knie wirklich auszublenden. Wenn man ein Jahr lang nur an sein Knie denkt, ist es manchmal ein bisschen schwierig", sagte Gülich und meinte mit Blick auf ein mögliches Zwicken grinsend: "Ich hatte einmal kurz Seitenstechen."
Zufrieden war auch Stefan Möller, der den noch in Toronto weilenden Bundestrainer Olaf Lange vertrat. "Es ist sensationell, Marie wieder auf dem Feld zu sehen. Ich freue mich für sie, dass sie so eine gute erste Halbzeit hatte und so ein gutes Comeback", sagte Möller.
Die Ibererinnen sind am 4. September auch Auftaktgegner Deutschlands bei der Weltmeisterschaft in Berlin (bis 13. September), danach geht es in der Gruppenphase noch gegen Japan und Mali. "Wir haben jetzt noch ein paar Tage zu Hause, dann fangen wir wirklich an", sagte Gülich: "Und dann kommen wir gar nicht mehr nach Hause. Jetzt geht es darum, hart zu arbeiten."
Th.Gonzalez--AT