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Im letzten Versuch: Weber holt Speer-Gold - Thumm Silber
Zurück auf dem Thron: Julian Weber (Mainz) hat zum zweiten Mal nach 2022 EM-Gold im Speerwurf gewonnen. Der 31-Jährige setzte sich in Birmingham nach einem packenden Wettkampf erst mit seinen im letzten Versuch erzielten 90,40 Metern deutlich vor seinem Teamkollegen Nick Thumm (Stuttgart) durch. Der erst 21-Jährige warf bei seinem EM-Debüt mit 83,76 Metern persönliche Bestleistung. Weber und Thumm sorgten mit ihrem Doppelsieg für die Medaillen 13 und 14 bei den Titelkämpfen für die deutsche Mannschaft.
Mit seinem Goldwurf krönte Weber einen Sommer, der für ihn zunächst überhaupt nicht gut begonnen hatte. Nach einigen gesundheitlichen Problemen konnte der Sportsoldat lange gar nicht richtig werfen und legte erst Mitte Juli los - dann aber gleich richtig. Mit seinen starken 87,04 Metern von Luzern katapultierte er sich dann sofort an die Spitze der europäischen Jahresbestenliste.
Am Samstagabend übernahm Weber im ersten Versuch mit mäßigen 83,71 Metern die Führung, dann drehte Youngster Thumm mächtig auf. Der verdrängte Weber im fünften Versuch zunächst von der Spitze, doch der Altmeister konnte noch einmal kontern.
Weber war schon so oft als Favorit zu einer großen Meisterschaft gefahren. Für eine Medaille reichte es dann aber häufig nicht, so auch im Vorjahr bei der WM in Tokio. Doch diesmal behielt Weber die Nerven und lieferte ab. Vier Jahre nach Gold bei der Heim-EM in München holte er sich nun seinen Titel zurück, nachdem er 2024 in Rom EM-Silber gewann. Zudem steht für Weber privat noch ein weiteres Highlight an: Die Hochzeit mit seiner Verlobten.
Der ehemalige Europameister und Rio-Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) war in der Qualifikation ausgeschieden.
W.Moreno--AT