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"Niemand verkauft den Fußball": FIFA wehrt sich gegen Kritik
Die FIFA hat die vielfach geäußerte, oftmals harsche Kritik an ihren Investoren-Plänen rund um die Fußball-WM und weiteren Turnieren zurückgewiesen und ihr Vorhaben abermals bekräftigt. Der Fußball-Weltverband nehme die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken zwar "zur Kenntnis und respektiere diese", hieß es in einer Mitteilung am Freitag. Gleichzeitig bekräftige die FIFA ihr Bekenntnis "zu einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess" - dieser sei in den vergangenen Tagen von "fehlerhafter Berichterstattung in den Medien" gestört worden.
Die Gründung einer Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) sei ausschließlich vorgeschlagen worden, "um sicherzustellen, dass alle FIFA-Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern sinnvoll zu nutzen", führte der Weltverband aus und betonte: "Niemand verkauft den Fußball." Dies sei etwas, das die FIFA "niemals in Betracht ziehen würde."
Am Dienstag dieser Woche war bekannt geworden, dass die FIFA und ihr Präsident Gianni Infantino Anteile der WM und weiterer Turniere an private Investoren verkaufen wollen. Dafür gab es von vielen Seiten heftigen Gegenwind: Die Europäische Fußball-Union (UEFA) beschloss während einer digitalen Schaltkonferenz aller 55 Mitgliedsverbände (von 211 FIFA-Verbänden) am Donnerstag den Boykott aller FIFA-Turniere für den Fall, dass Infantino sein Vorhaben durchdrückt bzw. auch nur weiterverfolgt.
Am Mittwochabend schloss sich der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Verband CONCACAF (41 Mitglieder) den Europäern an und lehnte Infantinos Pläne ab. Infantino hatte den Mitgliedsverbänden zuvor eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um den Plänen zuzustimmen. Eine einfache Mehrheit unter den 106 Mitgliedern sei demnach ausreichend, um das Investoren-Vorhaben durchzusetzen.
R.Chavez--AT