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Auch in Wimbledon: Spieler-Protest wegen Preisgeld
Der Streit um das Preisgeld geht auch beim Rasenklassiker Wimbledon weiter. Demnach wollen einige Tennisprofis in der ersten Woche des Grand Slams im Südwesten Londons ihre vertraglich vereinbarten Medienverpflichtungen auf 15 Minuten beschränken, um gegen eine ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung der Einnahmen zu protestieren. Das geht aus einer Erklärung hervor, die die Vertreter der Spielerinnen und Spieler am Mittwoch veröffentlichten.
Bei den French Open hatte sich die Aktion lediglich auf den Medientag vor Beginn des Turniers beschränkt. "Nach eingehenden Beratungen mit den Spielern und Spielerinnen beider Touren (ATP und WTA, d. Red.) haben deren Vertreter die Leitung von Wimbledon schriftlich über die geplante Aktion informiert und dabei die Erhöhung der Preisgelder um 20 Prozent im Vergleich zur letzten Turnierausgabe begrüßt", hieß es in der Erklärung.
Die Veranstalter von Wimbledon hatten vor wenigen Wochen einen signifikanten Anstieg der Prämien angekündigt. Insgesamt geht es für French-Open-Sieger Alexander Zverev und Co. ab dem 29. Juni an der Church Road um 64,2 Millionen Pfund (rund 74,3 Millionen Euro). Dies entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 20 Prozent. "Für uns ist klar, dass die Spieler auch weiterhin am Erfolg von Wimbledon teilhaben werden, wenn das Turnier wächst", hatte Deborah Jevans, die Vorsitzende des All England Lawn Tennis Club, gesagt.
Die Ankündigung sei eine "bedeutungsvolle Absichtserklärung", hieß es nun in dem neuen Statement, die Spielerinnen und Spieler wiesen jedoch darauf hin, dass dies immer noch nicht den 16 Prozent der Turniereinnahmen entspreche, die sie in diesem Jahr von allen Grand Slams fordern. Zudem erinnerten die Profis daran, dass sie im vergangenen Sommer vorgeschlagen hatten, das Wimbledon-Gesamtpreisgeld für dieses Jahr auf 71 Millionen Pfund (rund 82 Millionen Euro) anzuheben.
Bei den French Open hatten sich etwa zwanzig Spielerinnen und Spieler, darunter die Weltranglistenersten Jannik Sinner und Aryna Sabalenka, an die Vorgabe gehalten. "Es muss Fairness gegenüber den Spielern geben. Nicht nur gegenüber der Nummer eins oder den Top drei der Welt, sondern auch gegenüber denen, die auf Platz 250 der Weltrangliste stehen", hatte Zverev bei seiner Medienrunde vor dem Event am Bois de Boulogne gesagt.
W.Morales--AT