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DFB: 19,2 Millionen Überschuss - Hoffnung auf noch mehr
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von 19,2 Millionen Euro erwirtschaftet und kämpft weiter um die Rückzahlung noch größere Millionensummen. Durch das Ergebnis des Jahres 2025 wächst das Eigenkapital des Verbandes auf 188 Millionen Euro. Das gab der DFB am Montag bekannt.
Die Zahlen versetzten "den Verband in die Lage, Verbindlichkeiten für den Bau des DFB-Campus weiter abzubauen und zugleich gezielt in die Zukunft des Fußballs zu investieren", ließ der DFB wissen. Laut Schatzmeister Stephan Grunwald bleibe es trotz "wirtschaftlich herausfordernden Zeiten" beim "ambitionierten Ziel, am Jahresende 2029 schuldenfrei" zu sein. "Wirtschaftliche Vernunft wird auch in Zukunft die Basis für unser Handeln sein", sagte Präsident Bernd Neuendorf.
Mit Blick auf die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Jahre 2006, 2014 und 2015 arbeitet der DFB weiter an der Rückzahlung seiner Steuer-Nachzahlungen. Hinsichtlich der Jahre 2014 und 2015 war der Freispruch für Ex-Schatzmeister Stephan Osnabrügge im Februar vor dem Landgericht Frankfurt/Main ein Meilenstein für den Verband. Das Finanzamt hatte im Dezember 2022 die Aberkennung verfügt, der DFB legte dagegen Einspruch ein. Das Osnabrügge-Urteil könnte großen Einfluss auf den weiteren Verlauf haben. Der Verband darf auf die Rückzahlung von 30 Millionen Euro hoffen. Dass mittlerweile das Finanzamt Bad Homburg vor der Höhe die Bearbeitung der Einsprüche übernommen hat, sorgte zuletzt für Aufsehen. "Zum weiteren Verfahrensverlauf und der Verfahrensdauer" können "derzeit keine Angaben gemacht werden", hieß es vom DFB am Montag.
Beim "Fall 2006" sieht es für den Verband weniger gut aus. Im vergangenen Jahr wurde der DFB am Ende des "Sommermärchen"-Prozesses zu einer Geldstrafe in Höhe von 130.000 Euro verurteilt. In der Folge des WM-Skandals war dem DFB 2017 rückwirkend die Gemeinnützigkeit für 2006 aberkannt worden, 22 Millionen Euro musste der Verband an Steuern nachzahlen. Auch dagegen legte der Verband Einspruch ein. Der DFB kämpft vor dem Finanzgericht Kassel um die Rückerstattung seiner Steuernachzahlung. Die Verurteilung durch das Landgericht war ein schwerer Rückschlag. Deshalb legte der DFB Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gegen das Urteil ein. Auch hier gibt es keinen neuen Stand.
O.Ortiz--AT