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French Open: Qualifikantin Chwalinska sensationell im Finale
Die sensationelle Reise geht weiter: Die polnische Tennisspielerin Maja Chwalinska hat das Finale der French Open erreicht und steht als erst zweite Qualifikantin überhaupt in einem Grand-Slam-Endspiel. Die 24-Jährige schlug am Donnerstag auch die Russin Diana Schnaider, die vom deutschen Trainer Sascha Bajin betreut wird, mit 7:6 (7:4), 6:4. Vor Chwalinska war ein solcher Lauf einer Qualifikantin nur der Britin Emma Raducanu gelungen, die sich bei den US Open 2021 sogar den Titel holte.
Für die Weltranglisten-114., die es erstmals überhaupt ins Hauptfeld beim Höhepunkt der Sandplatzsaison und nun ihren neunten Sieg in Serie an der Seine schaffte, ist es schon vor dem Endspiel das mit Abstand beste Turnier ihres Lebens. In Paris bestritt sie ihr erstes Halbfinale überhaupt auf Tourlevel.
Im Endspiel um den Coupe Suzanne Lenglen trifft sie nun am Samstag auf Schnaiders Landsfrau Mirra Andrejewa. Die 19-Jährige hatte sich zuvor nach einer starken Vorstellung 6:1, 6:3 gegen Marta Kostjuk aus der Ukraine durchgesetzt. Als erste nach 2005 geborene Spielerin steht die Weltranglistenachte in einem Major-Finale, auch bei den Männern gelang dieses Kunststück noch niemandem.
Chwalinska und Schnaider standen sich zum zweiten Mal auf Sand gegenüber. Zuletzt hatten sie sich bei einem ITF-Event in Istanbul vor vier Jahren als Nummer 268 und 471 der Welt duelliert - den Sieg sicherte sich damals Schnaider. Auf dem Court Philippe-Chatrier ging sie nun als Favoritin in das Match. "Hoffen wir mal, dass sie sich nur auf den Ball konzentriert und nicht auf die Gegnerin oder das Ranking", hatte Bajin vor dem Spiel bei Eurosport betont.
Bei geschlossenem Dach entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, mit ihrem variantenreichen Spiel stellte Chwalinska die Russin immer wieder vor Probleme. Und auch als Schnaider im Tiebreak schon klar in Führung lag, gab die Polin nicht auf - und holte sich nach 1:17 Stunden den ersten Satz. Andrejewa hatte zuvor für ihren Sieg eine Minute weniger benötigt.
In Satz zwei zeigte sich ein ähnliches Bild, beiden Spielerinnen war das intensive Spiel körperlich anzumerken. Doch Chwalinska ließ sich nicht mehr aufhalten.
T.Wright--AT