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Weißes Haus: Kongos Fußballer müssen wegen Ebola vor WM in Isolation
Wegen des Ebola-Ausbruchs in ihrem Land soll sich die Fußball-Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo nach dem Willen der US-Regierung vor der Weltmeisterschaft in Isolation begeben müssen. Wenn das Team in die USA einreisen wollen, müssten sich alle Mitglieder für 21 Tage in einer "Blase" isolieren, sagte am Freitag der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani. Die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo will ihr Quartier bei ihrer historisch zweiten WM-Teilnahme in der US-Metropole Houston aufschlagen.
"Wir haben uns gegenüber dem Kongo sehr deutlich ausgedrückt: Sie müssen ihre Blase 21 Tage lang komplett einhalten, bevor sie nach Houston kommen können", sagte Giuliani dem Fernsehsender ESPN. Das Team befindet sich derzeit zur Turniervorbereitung in Belgien.
Die Fußball-WM findet in diesem Jahr vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt. Die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo soll am 17. Juni in Houston ihr erstes Gruppenspiel gegen Portugal bestreiten. Weitere Vorrundenspielorte für das Team aus dem afrikanischen Land sind das mexikanische Guadalajara und die US-Großstadt Atlanta.
In der DR Kongo ist Ebola ausgebrochen, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die Gefahr für die öffentliche Gesundheit "sehr hoch". Das Virus breite sich in dem Land weiterhin rasch aus, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Die Zahl der Verdachtsfälle liege inzwischen bei mehr als 700.
Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 30 bis 50 Prozent.
Ch.Campbell--AT