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Chaos bei Real: Präsident Pérez ruft Neuwahlen aus
Das Chaos beim spanischen Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat eine neue Stufe erreicht. Präsident Florentino Pérez hat am Dienstagabend auf einer eiligst anberaumten Pressekonferenz Neuwahlen angekündigt, zu denen er abermals antreten werde. Der 79-Jährige sprach von einer "Kampagne" gegen seine Person.
"Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich nicht zurücktreten werde", eröffnete Pérez die Medienrunde. Er sprach von einer "absurden Situation" und ungerechtfertigten Angriffen gegen Real Madrid und seinen Präsidenten. "Man gewinnt nicht immer – doch das akzeptieren wir nicht", sagte er und wandte sich konkret gegen die Zeitung ABC.
Deren Berichterstattung, wonach er amtsmüde sei, "ergibt absolut keinen Sinn", schimpfte er: "Ich stehe früh auf und gehe als Letzter ins Bett. Ich arbeite wie ein Tier."
An seine Kritiker gewandt ergänzte er: "Sie werden mich nicht einschüchtern. Im Gegenteil: Sie verleihen mir sogar eine enorme Energie! Sie behaupten, Madrid befinde sich im Chaos – und doch bleibt es der prestigeträchtigste Verein der Welt."
Real hatte am Sonntagabend den Clásico bei Erzrivale FC Barcelona 0:2 verloren. Damit ist klar, dass die Königlichen im zweiten Jahr in Folge keinen Titel gewinnen werden. Das gab es zuletzt 2009/10.
Im Laufe der Saison hatte sich Real vom neu eingestellten Leverkusener Meistercoach Xabi Alonso getrennt. Dessen Nachfolger Álvaro Arbeloa steht nun ebenfalls vor dem Aus. Zuletzt machten Gerüchte die Runde, wonach Pérez eine Rückkehr von Starcoach José Mourinho anstrebe, der bei Benfica Lissabon unter Vertrag steht.
Auch in der Mannschaft um Weltstar Kylian Mbappé knirscht es. Zuletzt hatte eine Auseinandersetzung zwischen den Mittelfeldspielern Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni für Schlagzeilen gesorgt. Beide Profis waren mit einer Rekordstrafe in Höhe von 500.000 Euro belegt worden.
Der Bauunternehmer Pérez war im Januar 2025 für eine weitere Amtszeit bis 2029 wiedergewählt worden.
W.Moreno--AT