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Drohende Unwetter in Miami: Formel-1-Rennen beginnt früher
Die Formel 1 hat auf das drohende Wetterchaos in Miami reagiert und den Start des vierten Saisonrennens nach vorne verlegt. Wie die Organisatoren bekannt gaben, beginnt der Grand Prix am Sonntag nun bereits um 13.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ/Sky). Ursprünglich hätte der Start drei Stunden (22.00 Uhr MESZ) später erfolgen sollen.
"Diese Entscheidung wurde getroffen, um Störungen während des Rennens zu minimieren und ein möglichst großes Zeitfenster für einen erfolgreichen Abschluss des Grand Prix unter optimalen Bedingungen zu gewährleisten", erklärten die Organisatoren des Automobil-Weltverbands FIA in einer Mitteilung: "Dabei hat die Sicherheit der Fahrer, Fans, Teams und Mitarbeiter oberste Priorität." Ein US-Gesetz schreibt die sofortige Aussetzung aller Freiluftveranstaltungen und die Unterbringung von Zuschauern und Personal bei Gewitter und Blitzgefahr vor.
Schon im vergangenen Jahr hatte Regen in Miami die Geduld der Verantwortlichen auf die Probe gestellt und den Start des Sprints verzögert. Für Sonntag werden nun Gewitter und starker Regen am Nachmittag erwartet. Bei Blitzen in der Nähe der Strecke darf nicht gefahren werden.
Vor dem Wochenende in Florida hatten die Formel 1 Anpassungen am Reglement vorgenommen, dabei auch für Rennen bei nassen Bedingungen mehrere Änderungen präsentiert. Für stärkeren Grip bei den Intermediates wurden die Temperaturen der Reifenheizdecken erhöht, für bessere Sichtbarkeit die Signale der Heckleuchten vereinfacht. Um das Fahrzeug bei wenig Haftung besser beherrschen zu können, reduzierten die Regelhüter die maximale ERS-Abgabe. Kurzfristig wurde auch der Einsatz des Boost-Knopfs für Überholmanöver bei starkem Regen verboten.
Mehrere Piloten hatten im Vorfeld aufgrund der geringen Erfahrungswerte im Regen mit den neuen Autos Bedenken geäußert. "Es ist eine extrem flache Strecke, das Wasser bleibt auf der Oberfläche", sagte Williams-Fahrer Carlos Sainz, "und ob das sicher genug sein wird oder nicht – bei den nahen Begrenzungsmauern und der Sicht, die wir mit diesen Autos haben – wird sicherlich ein Grund zur Sorge sein".
Er hoffe, "dass wir alle notwendigen Vorkehrungen dafür treffen können. Wir können eine gute Show, ein gutes Rennen hinlegen. Ich glaube, alle Fahrer wollen im Nassen fahren", führte der Spanier weiter aus: "Aber hoffentlich mit dem richtigen System und den richtigen Hilfsmitteln, um es sicher zu machen."
R.Lee--AT