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Hundertstel-Krimi: Aicher verpasst Abfahrtssieg hauchdünn
Skirennläuferin Emma Aicher hat ihren sechsten Weltcup-Sieg in einem wahren Hundertstel-Krimi hauchdünn verpasst, aber wichtige Punkte im Kugel-Kampf gesammelt. Der 22-Jährigen fehlten bei der ersten von zwei Abfahrten im italienischen Val di Fassa nur 0,01 Sekunden auf Lokalmatadorin Laura Pirovano - Rang zwei. Kira Weidle-Winkelmann verpasste das "Stockerl" hinter Olympiasiegerin Breezy Johnson aus den USA als Vierte auch nur um 0,03 Sekunden.
"Ahhh", stöhnte Aicher im Ziel, als sie ihren winzigen Rückstand von umgerechnet 0,28 cm nach 2274 m Streckenlänge auf der Anzeigetafel erblickte. Pirovano schlug auf dem Stuhl der Führenden sitzend erleichtert die Hände vors Gesicht, für sie war es der erste Sieg. Johnson lag 0,29 Sekunden zurück, "KWW" 0,32.
"Ja, ich bin wieder ganz zufrieden mit meiner Fahrt", sagte Aicher gewohnt lakonisch: "Ich habe es oben ganz gut getroffen, und unten im Steilen war es auch okay." Weidle-Winkelmann haderte damit, dass sie "im zweiten Sektor" zu viel Zeit verloren hatte, "aber es ist ein gutes Ergebnis".
Aicher rückte mit ihrem achten Podestplatz in diesem Winter in der Disziplinwertung bis auf 14 Punkte an die schwer verletzte Speed Queen Lindsey Vonn heran. Weidle-Winkelmann fiel mit jetzt 94 Zählern Rückstand auf Vonn auf Rang vier hinter Pirovano zurück. Mit der zweiten Abfahrt in Val di Fassa am Samstag (10.45 Uhr/ZDF und Eurosport) und jener beim Weltcupfinale am 21. März in Kvitfjell/Norwegen stehen noch zwei Rennen in der Königsdisziplin aus.
Im Gesamtweltcup schob sich Aicher auf Rang zwei vor, ihr Rückstand auf Ski-Königin Mikaela Shiffrin beträgt noch 139 Zähler. Noch acht Rennen sind in diesem Winter zu fahren. Nach Val di Fassa, wo am Sonntag auch ein Super-G auf dem Programm steht, geht es in Aichers schwedische Heimat nach Are zu Riesenslalom und Slalom. Beim Saisonfinale in Norwegen wird in jeder der vier Disziplinen ein Rennen ausgetragen.
A.Ruiz--AT