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Paralympics: Forster und Wedde deutsche Fahnenträger
Paralympics: Forster und Wedde deutsche Fahnenträger / Foto: Mika Volkmann - IMAGO/SID

Paralympics: Forster und Wedde deutsche Fahnenträger

Monoskiqueen Anna-Lena Forster und Eishockey-Routinier Jörg Wedde sind die deutschen Fahnenträger bei den Paralympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Das verkündete der Deutsche Behindertensportverband (DBS) im Rahmen einer Pressekonferenz im Deutschen Haus am Tag vor der umstrittenen Eröffnungsfeier im Amphitheater von Verona, die von Deutschland und weiteren Nationen aufgrund der Zulassung russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten unter eigener Flagge boykottiert wird.

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Die 30-jährige Forster und der doppelt so alte Wedde werden in Einspielern zu sehen sein, die bereits am Dienstag an den verschiedenen Austragungsorten in einem kleinen Studio aufgezeichnet wurden. Den Boykott begründete der DBS neben der Solidarität zur Ukraine auch mit den weiten Wegen zur Zeremonie. Forster hat bereits am Samstagmorgen in Cortina ihr erstes Abfahrtsrennen, für Wedde steht in Mailand am Mittag das erste Vorrundenspiel an.

"Ich habe gar nicht damit gerechnet, nochmal die Ehre zu bekommen. Es ist etwas Besonderes, diesmal aber etwas anders. Nichtsdestotrotz wertet es das nicht ab", sagte Forster. Die viermalige Goldmedaillengewinnerin ist nach Peking zum zweiten Mal Fahnenträgerin und die erste nach Frank Höfle (2002 und 2010), der die Ehre doppelt zuteil wird. Die Spiele in Norditalien könnten gleichwohl ihre letzten sein.

Wedde sei "freudig überrascht" gewesen, als er von der Wahl erfahren hat. Dass er Fahnenträger ist, es aber keinen klassischen Einmarsch geben wird, müsse man "mit einem weinenden und einem lachenden Auge sehen", sagte der mit 60 Jahren älteste Teilnehmer im deutschen Team. Mit der Nationalmannschaft qualifizierte sich der Stürmer der Hannover Ice Lions erstmals seit Turin 2006 wieder für die Spiele, auch vor 20 Jahren war Wedde schon dabei.

Die Eröffnungsfeier findet am Freitagabend (20 Uhr) in Verona statt. Erstmals seit den Heimspielen von Sotschi 2014 wird die russische Flagge wieder auf die Sportbühne zurückkehren. Zudem hatte auch die Entscheidung, aus Platzgründen nur je zwei Athleten und Offizielle zuzulassen, für große Aufregung gesorgt. Die Fahnen in der römischen Arena werden von Volunteers getragen.

Ch.P.Lewis--AT