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Spiel gedreht: Basketballern gelingt Revanche gegen Kroatien
Nervenstärke bewiesen, zurück auf Kurs: Nach dem ersten Dämpfer in der Qualifikation für die Basketball-WM 2027 ist den deutschen Welt- und Europameistern in einem Krimi die schnelle Revanche gegen Kroatien geglückt. Die Mannschaft von Bundestrainer Àlex Mumbrú gewann am Sonntagabend in Bonn dank einer späten Aufholjagd mit 91:89 (77:77, 41:50) nach Verlängerung, nachdem es am Freitag in Zagreb eine Niederlage gesetzt hatte (88:93).
David Krämer traf 63 Sekunden vor Schluss per Dreier zum 77:77, in den fünf Extra-Minuten hatte Deutschland dann die besseren Nerven. Durch den Sieg zog die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) nach Punkten wieder mit den Kroaten gleich (beide 7), steht in der Gruppe E durch die schlechtere Bilanz im direkten Vergleich aber nur auf Platz zwei. Dahinter folgen Israel (6) und Zypern (4).
Der Erfolg vor 6032 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome war wichtig, da alle Punkte in die zweite Qualifikationsphase mitgenommen werden. Drei Teams kommen weiter und bilden mit Mannschaften aus der Staffel F (Lettland, Polen, Österreich, Niederlande) eine neue Sechsergruppe. Drei Nationen erreichen die Endrunde in Katar (27. August bis 12. September 2027).
Mumbrú fehlten neben den NBA-Profis um Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder im aktuellen Länderspielfenster weitere Topakteure wie Andreas Ost aus Gründen der Belastungssteuerung. Ein wenig Verstärkung bekam der Spanier nach der Niederlage in Kroatien für das Wiedersehen. Europameister Oscar da Silva vom FC Bayern stieß zum Team.
In Zagreb hatte das DBB-Team dem Gegner ein Duell auf Augenhöhe geliefert, insgesamt aber "zu viele Fehler für ein enges Spiel gemacht", wie Mumbrú kritisierte.
Im ersten Heimspiel des Jahres sollte es besser laufen, die deutsche Mannschaft hatte zunächst aber mit einer ganz schwachen Wurfquote zu kämpfen. Von der Dreierlinie fiel fast nichts, aus dem Feld zu wenig. Die aggressiv verteidigenden Kroaten um ihre Topspieler Mario Hezonja und Dario Saric nutzten das aus.
"Noch ist nicht aller Tage Abend. Schauen wir mal, im Basketball wird am Ende gelacht", sagte DBB-Präsident Ingo Weiss in der Pause bei MagentaSport, sah aber nach Wiederbeginn, dass der Rückstand erstmals zweistellig wurde (44:54/23.). Die Gastgeber fanden keine Mittel, Mumbrù rief immer wieder lautstark Anweisungen ins Feld.
Die Gastgeber um Ersatzkapitän Johannes Thiemann, der mit 24 Punkten einen persönlichen Bestwert aufstellte, kämpften sich wieder ran. Krämer erzwang spät per Dreier die Verlängerung (39.), vergab danach aber gleich drei Chancen zum Sieg.
In der ersten Gruppenphase folgen in gut vier Monaten noch die Spiele in Israel (3. Juli) und in Bamberg gegen Zypern (6. Juli). Die entscheidende zweite Qualifikationsrunde beginnt Ende August. Dann könnten - zumindest theoretisch - auch die NBA-Spieler dabei sein.
M.O.Allen--AT