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"Lebensziel": Wendl/Arlt deutsche Fahnenträger bei Schlussfeier
Die Rekordrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden die deutsche Fahne bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele tragen. Das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Freitag bekannt. Die beiden 38-Jährigen hatten im Doppelsitzer mit der Teamstaffel auf der Eisbahn von Cortina ihr siebtes Gold gewonnen und damit Rodlerin Natalie Geisenberger als erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmerin abgelöst. Hinzu kam Bronze im Doppelsitzer. Die Schlussfeier findet am Sonntagabend (20.00 Uhr/ZDF und Eurosport) im antiken Amphitheater von Verona statt.
Wendl, der auch als Fahnenträger für die Eröffnungsfeier nominiert gewesen war, und Arlt sprachen von einer "riesigen Ehre" und erklärten ergriffen: "Es war ein Lebensziel von uns, die deutsche Mannschaft als Fahnenträger anführen zu dürfen. Dass wir das nun zum Abschluss unserer olympischen Karrieren erfüllen können, ist mindestens so viel wert wie der Olympiasieg hier."
Was die beiden Bayern geschafft hätten, bleibe "für immer", sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert: "Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient. Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können."
Wendl und Arlt kündigten bereits an, dass diese Olympischen Spiele ihre letzten waren. Stattdessen plant das bayerische Doppelsitzer-Duo ein Karriereende auf der noch im Wiederaufbau befindlichen Bahn am Königssee. "Wir wollen da aufhören, wo wir das Rodeln begonnen haben", betonte Wendl: "Wir hoffen, dass die Bahn möglichst schnell fertig wird." 2028 ist die Rodel-WM auf der Bahn am Königssee geplant, der Wiederaufbau könnte sich aber laut Landratsamt Berchtesgadener Land bis 2029 verzögern.
Vor vier Jahren in Peking hatte Bob-Anschieber Thorsten Margis die deutsche Fahne bei der Schlussfeier ins Olympiastadion getragen.
R.Lee--AT