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Skeleton: Silber für Kreher, Bronze für Pfeifer
Medaillenrausch im Eiskanal: Die deutschen Skeleton-Pilotinnen Susanne Kreher und Jacqueline Pfeifer haben den Erfolgslauf der deutschen Schlittensportler in Cortina d'Ampezzo fortgesetzt und bei den Olympischen Spielen Silber und Bronze gewonnen.
Einen Tag nach den Medaillencoups von Axel Jungk (Silber) und Christopher Grotheer (Bronze) raste die frühere Weltmeisterin und Olympiadebütantin Kreher etwas überraschend auf Rang zwei und musste sich nur der überragenden Janine Flock aus Österreich geschlagen geben. Die als Mitfavoritin gestartete Pfeifer sicherte sich acht Jahre nach Olympiasilber in Pyeongchang die Bronzemedaille. Peking-Olympiasiegerin Hannah Neise verpasste das Podium als Vierte knapp.
Für die herausragenden deutschen Schlittensportler sind es im Eiskanal die achte und neunte Medaille im siebten Rennen. Die Rodler um Deutschlands Rekord-Winterolympioniken Tobias Wendl und Tobias Arlt hatten mit dreimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze eindrucksvoll vor-, die Skeletonis Jungk und Grotheer am Freitag nachgelegt. Eine weitere Medaillenchance gibt es für Jungk, Grotheer, Kreher und Pfeifer im erstmals olympischen Mixed-Team am Sonntagabend.
Die 36 Jahre alte Flock feierte bei ihren vierten Olympischen Spielen derweil ihr erstes Gold und sorgte für den ersten österreichischen Sieg im Eiskanal von Cortina. Sie war bereits mit einem knappen Vorsprung vor den deutschen Pilotinnen in den zweiten Wettkampftag gegangen.
Ein derart starkes Mannschaftsergebnis war bei den deutschen Skeleton-Frauen nicht zu erwarten gewesen. Kreher (27) vom Dresdner SC hatte die Weltcupsaison nur auf dem sechsten Rang beendet, feierte aber ein gelungenes Olympiadebüt.
Pfeifer (31) von der RSG Hochsauerland, die 2018 in Pyeongchang noch unter ihrem Mädchennamen Lölling aufs Treppchen gefahren war und den Weltcup in Cortina Anfang November gewonnen hatte, war als Goldanwärterin an den Start gegangen. Mit Flock konnte sie aber nur bei ihrem Bahnrekord im zweiten Lauf mithalten. Die Winterbergerin Neise (25) ging vier Jahre nach ihrem Überraschungsgold von Peking trotz starker Vorstellung leer aus.
H.Thompson--AT