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DHB-Matchball gegen Dänemark: Feuerwerk als Halbfinal-Formel
Justus Fischer war es gegen Spanien, Miro Schluroff gegen Portugal, Marko Grgic gegen Norwegen: In den bisherigen EM-Partien von Deutschlands Handballern ist neben Torhüter Andreas Wolff meist ein anderer Feldspieler in die Rolle des Leistungsträgers geschlüpft - eine Qualität, die auch beim ersten Matchball-Spiel ums EM-Halbfinale gegen Olympiasieger Dänemark am heutigen Montagabend (20.30 Uhr/ARD) ausgespielt werden soll.
"Das erinnert mich ein bisschen an Silvester: Man kann innerhalb von 15 Sekunden alle Raketen abschießen – oder man schaut, dass der Effekt ein bisschen länger ist, und feuert die nacheinander ab", umschrieb Teammanager Benjamin Chatton die viel zitierte Breite des Kaders: "Ich finde es für so ein Turnier gar nicht verkehrt, dass irgendwie jede Minute eine Rakete hochgeht, sprich jedes Spiel."
Gegen die Dänen werde, das vermutet auch Alfred Gislason, der gesamte Kader gefordert sein. Es sei "extrem wichtig", dass jene Spieler, "die von der Bank kommen, eine sehr gute Leistung bringen", sagte Gislason und ergänzte schmunzelnd mit Blick auf Wolffs Glanztaten gegen Norwegen (22 Paraden): "Und dass unsere Torhüter weiter ganz ordentlich halten."
Zugleich müsse Deutschland sich im Angriff steigern, "wenn wir den Hauch einer Chance haben wollen". Mit Blick auf die Atmosphäre in der mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Jyske Bank Boxen in Herning meinte der Isländer: "Wir werden ausgepfiffen werden und müssen das genießen."
Chatton ist überzeugt davon, dass auch die dänischen Weltmeister, die nach der Vorrundenniederlage gegen Portugal (29:31) auf ihrer Titelmission unter Siegzwang stehen, gestürzt werden können. Dass alle Spieler ihren Teil zu den bislang 6:0 Punkten in der Hauptrundengruppe I beigetragen haben, sei "eines unserer Erfolgsgeheimnisse", sagte Chatton: "Wenn wir das weiterhin hinbekommen, dann kann auch weiterhin Großartiges möglich sein. Es darf nur das Feuer nicht ausgehen – dann wird es schwierig."
G.P.Martin--AT