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Dänen siegen vor DHB-Duell - Frankreich mit EM-Rekord
Topfavorit Dänemark hat sich mit einem souveränen Erfolg gegen Spanien auf das EM-Duell am Montag (20.30 Uhr/ARD) gegen Deutschlands Handballer eingestimmt. Der Olympiasieger und Weltmeister besiegte die Iberer mit 36:31 (16:14) und machte im Hexenkessel von Herning den nächsten Schritt auf dem Weg ins angestrebte Halbfinale. Auch Titelverteidiger Frankreich meldete sich mit einem Rekordauftritt zurück im spannenden Rennen um die K.o.-Plätze.
Zwei Tage nach der Niederlage gegen Dänemark (29:32) deklassierte der EM-Champion um Superstar Dika Mem chancenlose Portugiesen in einem spektakulären Spiel mit 46:38 (28:15) - nie zuvor fielen so viele Tore (84) in einem EM-Spiel. Zudem stellten die Franzosen einen Rekord für die meisten Treffer in einer Halbzeit auf (28).
Frankreich und Dänemark, das seit 14 Jahren auf einen EM-Titel wartet, haben nach dem zweiten Spieltag in der deutschen Hauptrundengruppe I 4:2 Punkte auf dem Konto. Portugal liegt bei 2:4 Zählern. Das punktlose Spanien hat kaum noch Chancen auf das Halbfinale, für das sich nur die beiden besten Teams qualifizieren.
Die Dänen um Welthandballer Mathias Gidsel (5 Tore) vom deutschen Meister Füchse Berlin zeigten am Samstag vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Jyske Bank Boxen zunächst eine durchwachsene Vorstellung. Zwar führte das Team von Nationaltrainer Nikolaj Jacobsen über die gesamte erste Halbzeit, die Spanier glichen aber kurz nach dem Seitenwechsel aus (17:17). Weil Keeper Emil Nielsen hinten nun einige wichtige Bälle entschärfte und Gidsel und Co. vorn das Tempo noch einmal verschärften, zogen die Dänen dann auf und davon.
Frankreich entwickelt in seinem Spiel hingegen von Beginn an eine Wucht, der Portugal samt ihres Brüderpaars Francisco und Martim Costa nichts entgegenzusetzen hatte. Bereits nach 15 Minuten lagen "Les Bleus" mit 15:8 vorne. Während Portugals Torhüter nur einen von 29 Wurfversuchen entschärfen konnten, brachte Mem allein im ersten Durchgang sechs Würfe in Portugals Tor unter. Am Ende standen bei dem Linkshänder, der 2027 zu den Füchsen in die Bundesliga wechselt, acht Treffer bei acht Versuchen zu Buche.
In der zweiten Hälfte gingen die Franzosen bei ihrem Gala-Auftritt leicht vom Gas. Dennoch egalisierten sie ihren eigenen Torrekord für die meisten Treffer in einer Partie: Auch in der Vorrunde gegen die Ukraine hatte der Titelverteidiger 46 Tore erzielt. Frankreich trifft am Montag (18.00 Uhr/ZDF-Livestream) auf Spanien, ehe es am Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF) zum finalen Hauptrundenspiel mit der deutschen Mannschaft kommt.
Ch.Campbell--AT