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Verstappen resigniert: "Wir sind einfach zu langsam"
Max Verstappen gab sich gar keine Mühe, seine Enttäuschung zu verbergen. "Wir sind einfach zu langsam. Und zwar mit Blick auf eine Runde und auf Long Runs", sagte der Formel-1-Weltmeister, aus dessen Sicht der Auftakt ins Zandvoort-Wochenende überhaupt nicht nach Plan verlaufen war. Statt am Trainingsfreitag das Tempo vorzugeben, hatte der Niederländer im Red Bull große Probleme - und hinkte hinterher.
"Ich habe im Moment keine Antwort, wie wir uns verbessern können. Aber wir schauen es uns an. Wir sind einfach zu langsam - so simpel ist das", sagte Verstappen, der bei seinem Heimrennen endlich wieder ganz vorne landen will. Seit vier Rennen hat der Weltmeister nicht gewonnen - eine solche Serie gab es zuletzt 2020.
Besonders hoffnungsvoll klang Verstappen jedoch nicht, dass sein Team die Lücke zu George Russell und Lewis Hamilton im Mercedes und zu den McLaren-Fahrern Oscar Piastri und Lando Norris in der Kürze der Zeit schließen wird. "Zu langsam waren wir auch in den vergangenen Rennen, also ist es keine Überraschung", sagte der 26-Jährige: "Wir versuchen, noch etwas Geschwindigkeit für Sonntag zu finden."
Nur wie soll das gelingen? Das Wetter an der niederländischen Nordsee könnte zu einem Faktor werden. Fürs Qualifying am Samstag wird Regen erwartet, möglicherweise kann Verstappen dann seine fahrerische Klasse ausspielen und sich einen guten Startplatz fürs Rennen am Sonntag (beide 15.00 Uhr/Sky) sichern. Das ist insbesondere in Zandvoort wichtig, da der Kurs kaum Möglichkeiten zum Überholen bietet.
Im ersten Training, das er als Zweiter hinter Norris beendet hatte, war der Erkenntnisgewinn sehr gering ausgefallen. Am Freitagmittag hatten starke Winde und Regen das Fahren nahezu unmöglich gemacht, erst im weiteren Verlauf des Trainings trocknete es ab - und die Teams konnten Kilometer sammeln. "Im zweiten Training konnten wir deutlicher sehen, wo wir stehen", sagte der Weltmeister über seinen fünften Platz mit fast drei Zehntelsekunden Rückstand auf Russell.
Von seinem Teamkollegen Sergio Perez kann Verstappen wenig Hilfe erwarten. Der Mexikaner, der wegen schwacher Leistungen ohnehin als Wackelkandidat gilt, fuhr auch in Zandvoort zunächst hinterher. "Es sieht besser aus, als es das Ergebnis aussagt", behauptete Perez zwar, aber: "Wir haben zu tun, es wird ein arbeitsreicher Tag."
R.Chavez--AT