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Boll nach Paris-Generalprobe unzufrieden: "Im Kopf schlecht"
Das deutsche Tischtennis-Idol Timo Boll ist nach seiner misslungenen Olympia-Generalprobe selbstkritisch in die Wettkampfpause bis zur Abreise nach Paris gegangen. "Ich bin schon etwas von mir selbst enttäuscht und unzufrieden, dass ich die Spiele nicht besser nutzen konnte", sagte Boll dem SID nach seinen Niederlagen am zweiten und letzten Tag des Olympia-Testturniers in Düsseldorf: "Ich war im Kopf einfach schlecht."
Boll haderte nach den 1:3-Niederlagen bei der Paris Challenge des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) gegen Olympia-Ersatzspieler Patrick Franziska (Saarbrücken) und Nationalspieler Fanbo Meng (Fulda) mit seinem Auftritt: "In meinen Topspins war sehr, sehr wenig Qualität. Ich muss mir Gedanken machen, was ich taktisch und in meinen Bewegungen anders mache. Das wird noch viel Feintuning."
Anders als das bereits am Sonntag nach Paris gereiste Einzel-Duo mit Europameister Dang Qiu (Düsseldorf) und dem Tokio-Dritten Dimitrij Ovtcharov (Fulda) treffen Boll und Franziska erst Anfang August zum olympischen Mannschaftswettbewerb in der französischen Hauptstadt ein. Bis zur ihrer Abfahrt bereiten sie sich gemeinsam in Bolls persönlicher Trainingshalle in Höchst vor.
Boll erklärte sich die Mängel in seinem Spiel mit der enormen Beanspruchung im Olympia-Vorfeld. "Ich hatte schon gehofft, dass es etwas besser läuft. Aber ich habe die letzten fünf Wochen oder noch mehr am absoluten Maximum trainiert, da hatte ich schon gewusst, dass etwas die Frische fehlen würde", sagte der 43-Jährige.
Bis zu seinem siebten Einsatz bei Sommerspielen wird Boll sich auch noch intensiv mit den Eigenschaften der speziell für Paris hergestellten Spielmaterialien beschäftigen: An dem eigens nach Höchst gelieferten Olympia-Tisch "muss ich mir vor allem Gedanken machen, wie ich mit den Bällen besser zurechtkomme. Bisher komme ich mit den neuen Exemplaren der Bälle, die wohl auch in Paris benutzt werden, noch nicht richtig klar", sagte Boll.
K.Hill--AT