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Wellinger: Mit Beckham-Doku und ohne Angst zum Bergisel
Andreas Wellinger geht ohne Angst vor dem "deutschen Schicksalsberg" und der TV-Doku über Fußballstar David Beckham als Ablenkung in das dritte Springen der Vierschanzentournee. Während der Tournee schaue er jeden Abend gemeinsam mit Zimmerkollege Stephan Leyhe mindestens eine Folge der Serie "Beckham", sagte der Gesamtführende nach seinem dritten Platz in Garmisch-Partenkirchen - sogar an Silvester, als viele Teamkollegen schon schliefen.
"Wir haben das an Silvester um 23.00 Uhr eingeschaltet, weil die Rentner da schon ins Bett gegangen sind. Das Feuerwerk haben wir mit einem halben Ohr mitgekriegt. Die Serie werden wir jetzt weiterschauen", sagte Wellinger. Leyhe nannte die Wohngemeinschaft mit dem Bayern lachend das "Kreuzband-Zimmer" - beide haben bereits eine schwere Knieverletzung hinter sich.
Für Wellinger geht die Jagd nach dem Goldadler schon am Mittwoch in Innsbruck weiter, wo in den vergangenen Jahren regelmäßig die deutschen Tournee-Träume platzten. "Ich mag den Bergisel, bin schon oft da gesprungen", sagte der zweimalige Olympiasieger, dessen Vorsprung auf den Japaner Ryoyu Kobayashi umgerechnet nur einen Meter beträgt.
Wellinger ist in Innsbruck noch immer der letzte Deutsche auf dem Podest, 2018 wurde er dort Dritter. Bei der WM nur ein Jahr später an gleicher Stelle wurde er dagegen nach schwachen Leistungen nicht für das Team nominiert, das dann ohne ihn Gold holte.
Bei der Tournee waren in der jüngeren Vergangenheit unter anderem Severin Freund und Richard Freitag in Innsbruck gestürzt, auch Markus Eisenbichler und Karl Geiger erlebten dort schon bittere Enttäuschungen. "Ich wünsche mir und hoffe, dass die Bedingungen passen, dass der beste Springer gewinnt und nicht der mit dem meisten Glück. Denn das ist in Innsbruck immer das Thema", sagte Wellinger.
H.Thompson--AT