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Ballon d'Or: Guardiola mit eigenwilligem Vorschlag
Lionel Messi oder Erling Haaland - die Vergabe des Ballon d'Or am Montag (ab 20.45 Uhr) im Theatre du Chatelet in Paris könnte zu einem spannenden Duell zwischen dem argentinischen Weltmeisterkapitän und dem Torgarant von Manchester City werden. Bei den Frauen gilt die spanische Weltmeisterin Aitana Bonmati als Favoritin auf die renommierte Auszeichnung.
Für den 36-jährigen Messi könnte es der achte Ballon d'Or in seiner Karriere werden. Im vergangenen Jahr setzte sich Frankreichs Star Karim Benzema, der jetzt in Saudi-Arabien spielt, durch.
ManCity-Teammanager Pep Guardiola ist zwischen Messi und Haaland hin- und hergerissen. Deshalb machte einen wohl nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag. "Ich habe immer gesagt, dass der Ballon d'Or in zwei Teilen vergeben werden sollte, einer für Messi und einer für den anderen, also sollte Haaland gewinnen, ja", sagte Guardiola, der die Qualitäten beider Weltklasse-Spieler wie kaum ein anderer kennt. Früher trainierte er Messi beim FC Barcelona, derzeit Haaland bei City.
Messis WM-Erfolg mit den Gauchos in Katar liegt schon mehr als zehn Monate zurück, inzwischen spielt er bei Inter Miami in der Major League Soccer (MLS) in Nordamerika. Haaland netzt hingegen weiterhin für die Citizens ein. 52 Tore in 53 Spielen in der vergangenen Saison und der Triple-Triumph mit ManCity sind fast präsenter.
"Beide haben es verdient, also was soll ich sagen?", fragte Guardiola und fügte hinzu: "Aus egoistischer Sicht würde ich sagen, dass ich Erling haben möchte, weil er uns geholfen hat, das zu erreichen, was wir erreicht haben, ich würde es lieben, aber ich werde nicht sagen, dass es unfair ist, wenn Leo gewinnt." Die schlechteste Saison für Messi sei "die beste für den Rest der Spieler".
Der Ballon d'Or wird seit 1956 jährlich von der Fachzeitschrift France Football vergeben. Der Gewinner galt zunächst als "Europas Fußballer des Jahres", seit 2007 wurde in Konkurrenz zur Weltfußballer-Wahl der FIFA (seit 1991) der global beste Kicker gewählt. Von 2010 bis 2015 kooperierten das Blatt und der Weltverband bei der Kür des Weltfußballers, seit 2016 werden zwei unterschiedliche Preise vergeben.
Auf der 30 Fußballer umfassenden Shortlist finden sich in Ilkay Gündogan vom FC Barcelona und Jamal Musiala von Bayern München auch zwei deutsche Nationalspieler. In Jude Bellingham (von Borussia Dortmund zu Real Madrid), Josko Gvardiol (von RB Leipzig zu Manchester City) und Randal Kolo Muani (von Eintracht Frankfurt zu Paris St. Germain) sind zudem drei Profis vertreten, die bis vor Kurzem noch in der Bundesliga ihr Geld verdient haben.
A.Moore--AT