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3:3 nach 0:3: Gladbach rettet Remis gegen furioses Darmstadt
Borussia Mönchengladbach hat eine bittere Klatsche beim Aufsteiger Darmstadt 98 mit großer Moral verhindert. Nach einer indiskutablen ersten Halbzeit und einem Drei-Tore-Rückstand retteten die Fohlen auch dank langer Überzahl ein 3:3 (0:3) bei den Hessen, verpassten aber auch im vierten Anlauf den ersten Bundesliga-Sieg unter ihrem neuen Trainer Gerardo Seoane und beklagen ihren schlechtesten Saisonstart seit acht Jahren.
Nachdem Marvin Mehlem (8.), Matej Maglica (10.) und Tim Skarke (33.) die Lilien in Führung gebracht hatten, kam Gladbach durch Jordan Siebatcheu (56.), Florian Neuhaus (73.) und Tomas Cvancara (77.) zurück. Cvancara war zuvor zudem vom Punkt gescheitert (50.). Darmstadt zahlte nach Rot gegen Maglica (49. nach Videobeweis wegen Handspiels) Lehrgeld, holte aber zumindest den ersten Punkt.
Nach der ordentlichen Vorstellung gegen Meister Bayern München (1:2) wechselte Seoane zweimal. Franck Honorat und Startelf-Debütant Siebatcheu rückten ins Gladbacher Team, für das es in Darmstadt auf "Kampf- und Laufbereitschaft" ankommen werde, wie der Borussen-Trainer betonte: "Wir wissen, was uns erwartet."
Davon war vor 17.810 Fans im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor aber vor der Pause nichts zu sehen. Die Rheinländer erwischten einen Albtraum-Start, wirkten schläfrig, ließen sich von den Lilien teilweise überrollen - und wurden für eine erschreckende Leistung früh bestraft.
Erst startete Mehlem alleine durch und schob zur Darmstädter Führung ein, und nur Augenblicke später erhöhte Maglica per Kopf. Der Doppelschlag des SVD verunsicherte die junge Fohlen-Elf weiter. Zwar schienen die Gladbacher das Spiel nach einem Abschluss von Alassane Plea (28.) etwas zu beruhigen, doch das Team von Trainer Torsten Lieberknecht investierte weiter viel.
Skarke traf zunächst den Pfosten, setzte den Ball eine Minute später aber kompromisslos zum dritten Treffer ins Netz. Die Gäste mussten sich bei Torhüter Moritz Nicolas bedanken, der einen noch höheren Pausenrückstand verhinderte.
Seoane wechselte in der Halbzeit viermal - und schöpfte kurz nach Wiederanpfiff Hoffnung. Zunächst scheiterte der eingewechselte Cvancara mit seinem Elfmeter kläglich an SVD-Keeper Marcel Schuhen, nachdem der Ball Maglica im Strafraum an die Hand gesprungen und der Darmstädter deshalb vom Platz geflogen war. Dann aber setzte Rocco Reitz seinen Nebenmann Siebatcheu stark in Szene.
Emir Karic (61.) setzte für die erschöpften Lilien zwar nochmal ein Ausrufezeichen, in der Schlussphase drückten aber vor allem die Gladbacher. Schuhen war aber ein ums andere Mal zur Stelle, bis Neuhaus für weitere Spannung sorgte. Gladbachs Ausgleich zu Beginn der Schlussphase durch den vorherigen Pechvogel Cvancara fiel dennoch insgesamt glücklich.
M.O.Allen--AT