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Spaniens Profiklubs mit fast fünf Milliarden Euro Einnahmen
Die spanischen Fußball-Profiklubs haben die Corona-Pandemie auch finanziell hinter sich gelassen. Mit Einnahmen in Höhe von 4,838 Milliarden Euro erreichten die 42 Vereine mit ihren Aushängeschildern Real Madrid und FC Barcelona in der zurückliegenden Saison nach Angaben des nationalen Ligaverbandes LFP "praktisch fast wieder das Niveau wie vor der Pandemie".
Insgesamt verbuchten die 20 Erst- und 22 Zweitligisten gegenüber der von den Corona-Auswirkungen stark betroffenen Spielzeit 2020/21 ein Umsatzplus von 22,6 Prozent. Unter Berücksichtigung der Sonderrollen von Real und Barca bildeten im vergangenen Geschäftsjahr die Erlöse aus den Fernsehrechten 1,7 Milliarden Euro. Durch die Rückkehr der Zuschauer konnten die Klubs ihre Einnahmen aus dem Ticketverkauf mit 884 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
Dagegen wirkte sich das Transfergeschäft negativ auf den Ligasaldo aus. Mit gerade einmal 402 Millionen Euro machten die spanischen Vereine gegenüber dem vorherigen Jahr ein Minus von beinahe 26 Prozent.
Durch Gesamtausgaben von 4,978 Milliarden Euro erwirtschaften die spanischen Vereine in der vergangenen Saison ein Minus von rund 140 Millionen Euro. Durchschnittlich erwirtschaftete damit jeder Klub rund 3,3 Millionen Euro Verlust.
Die zwei höchsten Klassen in Spanien stehen damit gegenüber den beiden deutschen Profiligen gut da. Die 36 Profi-Vereine in Deutschland vermeldeten erst vor wenigen Wochen durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ein Minus von insgesamt rund 205 Millionen Euro, was gut 5,7 Millionen Euro pro Verein entsprach. Über 95 Prozent dieser Verluste belasteten allerdings insgesamt die Kassen der 18 Bundesliga-Klubs.
Auch im größeren Vergleich innerhalb Europas Topligen haben die LaLiga-Vereine ordentlich gewirtschaftet. In Frankreich war das gesamte Minus der Profiligen mit 601 Millionen Euro fast dreimal so hoch wie in Deutschland, während der Verlust in England mit fast einer Milliarde beinahe das Fünffache des DFL-Wertes betrug.
R.Lee--AT