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Menschenrechtler kritisieren WTA für China-Rückkehr
Human Rights Watch kritisiert die Frauentennis-Organisation WTA für die Rückkehr nach China. Die WTA verdiene Anerkennung für ihre anfängliche Boykott-Haltung, sagte Yaqiu Wang von HRW, "doch die Entscheidung, die Turniere fortzusetzen, wird für die Menschenrechtsgemeinschaft in China eine große Enttäuschung sein." Überraschend komme sie aber nicht, sagte Wang, angesichts der Summen, die auf dem Spiel stünden und des Gebarens anderer internationaler Unternehmen in China.
Die WTA hatte am Donnerstag angekündigt, den Boykott zu beenden und im Herbst wieder Turniere in China auszurichten. Die waren nach dem Skandal um Peng Shuai 2021 ausgesetzt worden. Die frühere Weltranglistenerste im Doppel war mehrere Wochen verschwunden, nachdem sie einen hochrangigen chinesischen Politiker öffentlich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt hatte. Die WTA forderte damals Aufklärung - ohne den gewünschten Erfolg.
Trotz der 16-monatigen Aussetzung der Wettbewerbe und den "anhaltenden Bemühungen, unsere ursprünglichen Forderungen zu erfüllen", gebe es "keine Anzeichen für eine Veränderung", teilte die WTA mit: "Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir diese Ziele niemals vollständig erreichen werden." Spielerinnen und Turniere sollten nicht mehr unter der Politik leiden. Daher werde der Spielbetrieb in China wieder aufgenommen.
HRW drängt derweil darauf, dass der Fall Peng Shuai nicht aus der Öffentlichkeit verschwindet. Der habe der Welt "einen Einblick in die Korruption und den Missbrauch an der Spitze der chinesischen Regierung" gegeben", sagte Wang. Die führende China-Expertin bei HRW wies auf den Rahmen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für Menschenrechte hin, an den sich auch die WTA halten müsse.
B.Torres--AT