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NBA-Star Gobert schlägt eigenen Mitspieler
Ein Ausraster mit Folgen: Der französische Basketballstar Rudy Gobert (30) hat beim Saisonfinale der NBA die Nerven verloren und seinen eigenen Mitspieler Kyle Anderson geschlagen. Die Partie der Minnesota Timberwolves gegen die New Orleans Pelicans (113:108) durfte Gobert nicht mehr fortsetzen, nun droht ihm eine teaminterne Strafe für das Play-in-Match gegen die Los Angeles Lakers am Dienstag.
Nach der Partie entschuldigte sich Gobert reumütig. "Die Emotionen haben mich heute überwältigt. Ich hätte nicht so reagieren sollen, wie ich es getan habe, unabhängig davon, was gesagt worden ist", schrieb er bei Twitter: "Ich möchte mich bei den Fans, der Organisation und insbesondere bei Kyle entschuldigen, den ich als Teamkollegen wirklich liebe und respektiere."
Gobert, im Sommer 2022 von den Utah Jazz nach Minnesota gewechselt, lieferte sich am Ende des zweiten Viertels zunächst ein Wortgefecht mit Anderson, dann schlug er zu - über den Kopf seines Trainers Chris Finch hinweg. "Auch Routiniers können sich aufregen, daher möchte ich nicht zu hart zu ihm sein", sagte der Coach, "aber das können wir natürlich nicht dulden." Laut ESPN denken die Timberwolves über Goberts Suspendierung für das Spiel gegen die Lakers nach.
Anderson wollte den Vorfall derweil nicht dramatisieren. "Wir alle wollen gewinnen", sagte er, "vielleicht waren wir in dem Moment nicht auf der gleichen Wellenlänge. Die Gemüter waren erhitzt, wir waren mitten in einem Spiel, das wir gewinnen wollten, einem wirklich wichtigen. Es ist, wie es ist. Scheiße passiert."
Nicht nur bei Gobert und Anderson: Auch Teamkollege Jaden McDaniels schlug am Sonntag zu: frustriert gegen eine Wand - und brach sich dabei nach Medienberichten die rechte Hand. Keine guten Aussichten für das Duell gegen die Lakers. Doch selbst bei einer Niederlage hat Minnesota noch Chancen auf die Play-offs, dann im K.o.-Spiel gegen die New Orleans Pelicans oder Oklahoma City Thunder.
L.Adams--AT