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Rodeln: Berreiter holt WM-Titel - Gold für deutsche Doppel
Die deutschen Rodel-Festspiele bei der WM in Oberhof haben sich am Samstag eindrucksvoll fortgesetzt. Angeführt von Anna Berreiter rasten die deutschen Frauen im Einsitzer zu einem Dreifachsieg, für die 23 Jahre alte Olympia-Zweite war es der erste WM-Titel überhaupt. Mit 0,0058 Sekunden Rückstand gewann die entthronte Julia Taubitz Silber, Dritte wurde Lokalmatadorin und Sprint-Weltmeisterin Dajana Eitberger.
Der Erfolg von Berreiter untermauerte die deutsche Dominanz im Thüringer Wald, im sechsten Wettkampf gab es den sechsten Triumph für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD). Berreiter (Berchtesgaden) hatte bereits nach einem überragenden ersten Lauf 0,074 Sekunden Vorsprung auf die erste Verfolgerin Taubitz (Oberwiesenthal), Eitberger (Ilmenau) fuhr durch einen furiosen zweiten Lauf noch vom fünften auf den dritten Rang.
Nach vier deutschen Goldmedaillen im Sprint am Freitag hatten zuvor bereits die Doppelsitzer Toni Eggert/Sascha Benecken und Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal zum Auftakt des zweiten Wettkampftages in den klassischen Disziplinen ihren jeweils zweiten WM-Titel in Oberhof gewonnen.
Vor den Augen von IOC-Präsident Thomas Bach setzte sich der "Thüringen-Express" Eggert/Benecken (Ilsenburg/Suhl) dabei wie am Vortag gegen die Peking-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) durch und holte sich mit 0,171 Sekunden Vorsprung nach zwei Läufen seinen insgesamt zehnten WM-Titel.
Degenhardt/Rosenthal (Altenberg/Winterberg) verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich, beim erst zweiten Doppel-Wettkampf der Frauen in der WM-Geschichte war es der zweite Triumph für das deutsche Doppel. Mit 1:17,619 Minuten und einem neuen Bahnrekord setzten sich Degenhardt/Rosenthal vor den Österreicherinnen Selina Egle/Lara Kipp durch.
Das dritte deutsche Männer-Doppel, Hannes Orlamünder/Paul Gubitz (Zella-Mehlis), wurde Neunter. "Es ist eine Riesenlast abgefallen", sagte Eggert, der im Nachbarort Suhl geboren wurde. "Vielleicht ist es einfach diese geballte Energie, die uns heute diesen Extra-Push gegeben hat. Diese Weltmeisterschaft ist einfach top", sagte Benecken.
T.Wright--AT