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Bundeswehr sucht noch Konzept gegen Ausspähung von Standorten durch Drohnen
Die Bundeswehr sucht noch nach einem wirksamen Konzept, um ihre Standorte und Übungsplätze gegen die Ausspähung durch Drohnen zu schützen. Solche Überflüge hätten "ein unmittelbares Gefährdungspotential", wenn auf Übungsplätzen etwa ukrainische Soldaten in der Ausbildung seien, sagte die Präsidentin des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), Martina Rosenberg, am Montag bei einer öffentlichen Anhörung im Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestags. "Es muss dafür Lösungen geben, die gerade in der Erarbeitung sind."
Ein wichtiger Aspekt seien dabei Hinweise aus der Bevölkerung, wenn Drohnen von außerhalb eines militärischen Sperrgeländes gestartet würden, sagte Rosenberg. Es gebe dann natürlich entsprechende Weisungen an die Dienststellen, wie damit umzugehen sei. Eng werde dabei auch mit den anderen Sicherheitsbehörden und der örtlichen Polizei zusammengearbeitet.
In vielen Fällen handele es sich aber um "kleine Quadrocopter oder Ähnliches, die dann darüber fliegen und sofort wieder weg sind, bevor überhaupt einer sie gesehen hat", sagte Rosenberg weiter. "Da sind wir dran, weil es eine tatsächliche Bedrohung ist."
Die Zuweisung der Verantwortung für Drohnen-Überflüge ist für die Bundeswehr häufig nicht einfach. "Es steht kein 'Z' auf der Drohne drauf", sagte Rosenberg mit Blick auf das von den russischen Truppen in der Ukraine genutzte Kennzeichnungssymbol. Der Militärgeheimdienst habe aber "natürlich Erfahrungswerte, mit denen wir arbeiten".
G.P.Martin--AT