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Israel meldet Tötung von drei militanten Kämpfern im Westjordanland
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff am Stadtrand von Dschenin im Norden des besetzten Westjordanlands drei militante Kämpfer getötet. "Drei Terroristen wurden im Raum Dschenin eliminiert", erklärte das israelische Militär am Freitag. Einer der Getöteten sei der Hamas-Aktivist Kais Bitawi, der an der "Planung, Finanzierung und Ausführung von Angriffen auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte" beteiligt gewesen sei.
Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie israelische Soldaten eine Leiche aus einem im Bau befindlichen Haus am Stadtrand von Dschenin zogen. Bei dem Einsatz wurden dem israelischen Militär zufolge auch Waffen gefunden.
Der bewaffnete Arm des Palästinensischen Islamischen Dschihads bezeichnete Bitawi und die anderen beiden Getöteten derweil als seine Kämpfer. Demnach sei Bitawi "einer der führenden Köpfe der Al-Kuds-Brigaden im Westjordanland" gewesen. Die Al-Kuds-Brigaden sind der bewaffnete Arm des mit der radikalislamischen Hamas verbündeten Islamischen Dschihads.
Die Hamas verurteilte das "von den Besatzungstruppen mittels eines Luftangriffs verübte Massaker". Die Attacke werde lediglich noch "zu mehr Wut" führen.
Seit dem Großangriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Gewalt im Westjordanland deutlich zugenommen. Zuletzt hatten immer wieder radikale israelische Siedler Palästinenser angegriffen. Luftangriffe der israelischen Armee gab es hier aber selten.
Anfang 2025 begann die israelische Armee eine groß angelegte Militäroperation gegen Flüchtlingslager im Norden des Westjordanlands. Nach eigenen Angaben ging sie dabei gegen bewaffnete palästinensische Gruppen vor. Im Februar rückten erstmals seit Jahren auch israelische Panzer in Dschenin ein, das als Hochburg bewaffneter palästinensischer Gruppen gilt. Nach Angaben des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA wurden infolge der Operation fast 40.000 Menschen aus den betroffenen Lagern vertrieben.
Einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zufolge, die auf Angaben der Palästinensischen Autonomiebehörde beruht, wurden im Westjordanland seit Oktober 2023 mindestens 1100 Palästinenser von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet, darunter auch bewaffnete Kämpfer. Nach offiziellen israelischen Angaben wurden im selben Zeitraum mindestens 48 Israelis bei palästinensischen Angriffen oder während israelischer Militäreinsätze getötet.
Israel hält das Westjordanland seit dem Ende des Sechstagekriegs im Jahr 1967 besetzt. Dort leben rund drei Millionen Palästinenser und mehr als 500.000 Israelis in Siedlungen. Die Siedlungen sind laut dem Völkerrecht illegal.
A.Ruiz--AT