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Russland wirft Ukraine Beschuss von Bus mit belarussischem Kinderfußballteam vor
Russland hat die Ukraine beschuldigt, in der westrussischen Grenzregion Brjansk einen Bus mit einer belarussischen Kinderfußballmannschaft beschossen und dabei eine Frau getötet zu haben. Sieben weitere Menschen seien bei dem Drohnenangriff verletzt worden, darunter fünf Kinder, erklärte das Gesundheitsministerium in Moskau am Mittwoch. Die ukrainische Armee wies die Anschuldigung als "falsch" zurück. Sie habe zu dem Zeitpunkt keine Angriffe in Brjansk ausgeführt, erklärte sie.
Der Gouverneur von Brjansk, Jegor Kowaltschuk, teilte in Onlinediensten mit, die Kinder aus Gomel im Südosten von Belarus seien auf einer Ferienreise in Richtung Gelendschik an der russischen Schwarzmeerküste unterwegs gewesen. Die getötete Frau sei eine Begleiterin der Kinder gewesen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden die sieben Verletzten ins Krankenhaus gebracht. Zu dem Alter der Kinder in dem Bus machten die russischen Behörden keine Angaben.
Aufnahmen eines belarussischen Fernsehsenders zeigten einen grauen Bus mit Einschlägen von Granatsplittern auf einer Seite sowie zertrümmerten Fenstern. Das belarussische Außenministerium verurteilte eine "neue Terrortat gegen Zivilisten" und forderte die ukrainische Regierung auf, dazu Stellung zu beziehen.
Das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständige russische Ermittlungskomitee leitete eine Untersuchung wegen "Terrorismus" ein. In dem Bus hatten sich nach Angaben des Komitees 44 Passagiere befunden, darunter 28 Kinder.
Die Ukraine hat seit einigen Monaten ihre Luftangriffe auf russischem Territorium ausgeweitet. Kiew reagiert damit auf die permanenten russischen Bombardements in der Ukraine seit mehr als vier Jahren. Sowohl Kiew als auch Moskau bestreiten, in dem Konflikt gezielt Zivilisten anzugreifen.
Y.Baker--AT