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Philippinen und USA beginnen "größte" gemeinsame Militärübung - China: "Spiel mit dem Feuer"
Vor dem Hintergrund des Iran-Krieges haben die Philippinen eine umfangreiche gemeinsame Militärübung mit den USA begonnen. An den jährlichen Manövern nehmen diesmal etwa 10.000 US-Soldaten teil, wie der US-Generalleutnant Christian Wortman am Montag Journalisten sagte. Der philippinische Generalstabschef Romeo Brawner zitierte den Chef des US-Indopazifik-Kommandos, Samuel Paparo, mit den Worten, die diesjährige Übung Balikatan (Schulter an Schulter) werde "die größte aller Zeiten" sein. China warf Washington und Manila ein "Spiel mit dem Feuer" vor.
An den für knapp drei Wochen angesetzten Balikatan-Übungen nehmen mehr als 17.000 Soldaten, Piloten und Matrosen teil. Dazu gehören auch Kontingente aus Australien, Neuseeland, Frankreich und Kanada. Auch Japan entsendet erstmals etwa 1400 Soldaten zu den Übungen. Im Zuge der Manöver sind Schießübungen im Norden der Philippinen gegenüber der Taiwanstraße sowie in einer Provinz vor dem umstrittenen Südchinesischen Meer geplant - nahe der potenziellen Krisenherde in der Region.
Ungeachtet der "Herausforderungen in anderen Teilen der Welt" blieben "der Fokus der USA auf den Indopazifik und unser unerschütterliches Engagement für die Philippinen unverändert", sagte US-Generalleutnant Wortman bei der Eröffnungszeremonie am Montag.
Die Militärübungen finden vor dem Hintergrund des Iran-Krieges statt. Eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran endet am Mittwoch, für Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump neue Gespräche im Vermittlerland Pakistan angekündigt. Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums noch keine Entscheidung über eine Teilnahme an weiteren Friedensverhandlungen mit den USA in Pakistan getroffen.
China verurteilte die Übungen scharf und warnte die USA, Japan und die Philippinen vor einem "Spiel mit dem Feuer". "Wir möchten die betroffenen Länder daran erinnern, dass ein blindes Bündnis im Namen der Sicherheit einem Spiel mit dem Feuer gleichkommt - und sich letztendlich gegen sie selbst richten wird", sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Guo Jiakun, am Montag vor Journalisten.
Peking sieht die seit 1949 abgespaltene Insel Taiwan als abtrünniges Gebiet an. Außerdem beansprucht China fast das gesamte Südchinesische Meer für sich. Auch Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Vietnam erheben Anspruch auf Teile des Seegebiets. In der Vergangenheit gab es immer wieder mehrere Konfrontationen zwischen chinesischen und philippinischen Schiffen in der Nähe umstrittener Riffe.
H.Romero--AT