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US-Außenminister warnt vor iranischen Plänen einer Maut in der Hormus-Meerenge
US-Außenminister Marco Rubio hat vor der Einführung eines "Mautsystems" an der Straße von Hormus durch den Iran gewarnt. "Das ist illegal und inakzeptabel", sagte Rubio am Freitag nach dem G7-Außenministertreffen in der Nähe von Paris. Die internationale Gemeinschaft müsse dies verhindern. "Die USA werden ihren Beitrag dazu leisten, ohne unbedingt die Führung zu übernehmen", sagte Rubio und verwies auf eine Initiative Großbritanniens.
"Nicht nur die G7-Länder, sondern auch Länder in Asien und aller Welt haben ein Interesse daran und sollten sich beteiligen", sagte Rubio. Am Vortag hatten Generalstabschefs aus mehr als 30 Staaten über den Aufbau einer Koalition zur Absicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus beraten.
Rubio erklärte zudem, dass die USA im Iran-Krieg ihre Kriegsziele bald erreicht hätten. Dies sei eine Frage von "Wochen, nicht Monaten". Zu den Kriegszielen zähle die Zerstörung der iranischen Luftwaffe, der Marine, der Produktion von Raketen und Drohnen und letztlich der Fähigkeit, eine Atombombe zu bauen. "Wenn wir mit ihnen fertig sind, werden sie schwächer sein denn je", sagte der US-Außenminister.
Rubio schloss nicht aus, dass ein Teil der für die Ukraine bestimmten Waffen letztlich im Iran-Krieg eingesetzt werden könnte. Dies sei bislang nicht geschehen, "aber es ist möglich", sagte er: "Wenn wir etwas für Amerika brauchen, dann kommt Amerika als Erstes dran."
Rubio bekräftigte, dass die USA von ihren Verbündeten keine Unterstützung in dem Krieg erwarteten. "Wir bitten niemanden um Hilfe", sagte er, "wir machen den Job". Bodentruppen seien nicht nötig, um die Kriegsziele zu erreichen.
Mit Blick auf die von US-Präsident Donald Trump erwähnten Verhandlungen mit dem Iran erklärte Rubio, dass es einen "Austausch von Nachrichten" gegeben habe. Zudem gebe es Hinweise, dass die iranische Führung bereit sei, "über bestimmte Dinge zu reden". Wann es zu diesen Gesprächen komme, sei jedoch offen. "Das kann jederzeit passieren", sagte der Minister. Bis dahin werde der Militäreinsatz fortgesetzt.
P.Hernandez--AT